Gutes soll man erhalten

Salzhaus F.C. Ligaerhalt, SymbolbildDie Ausgangslage war doch einigermassen klar vor dem Gassenhauer gegen Bambole: No Sieg no Ligaerhalt. Da Rhinozerosse aus der Familie der Unpaarhufer grundsätzlich nur für ein kühles Pony gerne in den Keller steigen, lag es nahe nun doch endlich die erste Partie der Saison zu gewinnen.

Der Gegner an diesem herbstlich fröstelnden Donnerstagabend hiess Bambole. Das Openair, das bereits drei Axa-Nichtsantritts-Punkte auf der Haben-Seite vorweisen konnte, hätte sich mit einem Sieg vorzeitig den verbleib in Gruppe A sichern können. Umgekehrt hätte alles ausser einem Sieg für den ungewohnt glücklos kämpfenden Salzhaus F.C. den vorzeitigen Abstieg sicher gestellt. Das Spiel hätte im Übrigen schon vor der Sommerpause auf dem Mattenbach über die Bühne gehen sollen, wurde aber kurzfristig in ein Freundschaftsspiel gewandelt, es fehlten damals einfach klare Linien auf dem Fogel-Feld.

So, Schluss mit dem Prolog. Fast in Bestbesetzung (eine Beschreibung die für jede Konstellation an Aufstellungen Gültigkeit hat) angetreten konnte das Salzhaus eine starke erste Hälfte abliefern. Es wurden kaum gegnerische Chancen zugelassen und in regelmässigen Abständen selber welche kreiert. So war es dann nur fair, dass die üblichen zwei Töpfe getüpft wurden. Der Puncher vom Inneren Lind und die Leihgabe vom Zeltplatz Flaach schoben gekonnt ein. Es gefiel was man sah. Durch die schrecklichen Ereignisse der Vergangenheit gebrandmarkt wurde, trotz der bist dato ungefährdeten Führung, ein dritter Treffer gesucht und so zwischen 46. und 81. Minute gefunden von George (sprich: Chorche) Valderamarama (sprich: Walderamarama). Reingepresst wie das Wurstbrät in den Netzstrumpf.

Nun bäumte sich plötzlich Bambole auf unter den apokalyptischen Nashorn-Reitern. Die zunehmende Verspieltheit rächte sich und plötzlich veränderte sich die Matrix in den Augen der Betrachter. Die Minuten sollten als die französische Periode in die Geschichte eingehen: Eigene Pfostenschüsse à discretion und das Déjà Vu der unschönen Wende rückten unvermeidbar näher. Nur dem dritten Treffer (und einer unblutigen kleinen Opferzeremonie im Vorfeld) verdankte man schlussendlich den überrundeten Sieg.

Nun kann der Ligaerhalt weiter aus eigener Leistung geschafft werden, ja sogar der Barrage könnte prinzipiell noch ausgewichen werden sein tun. Der Termin für die Wiederholung der ursprünglich forfaitisierten Axa-Begegnung (Kampf um Platz Zweitletzt) ist noch unklar. Der gebuchte 21. wird durch den Barrage-Termin vom 20. etwas in Frage gestellt, umgekehrt wärs wohl sinnvoller. Wir bleiben mal dran.

Danke Schiri, danke Bambole, danke Noah (fürs Retten des Wappentiers).

Würgemale

Gruppenfoto SFC

Erleuchtung zum Abschluss.

Zum Abschluss einer durchwegs erfolgreichen Aufstiegssaison ging es nach der Sommerpause in Wallrüti gegen die Schöggeler von der FEG. Hünen wohin man sah, keine Ahnung aus welcher Zucht dieses Team stammt, aber bis auf den salzigen Neuzugang, Stefan Greuter ist eine Erbschaft von Hofstetten 09 Tagen,  wurde jeder einzelne Salzhäusler von jedem einzelnen Kirchgänger überragt. Die Tabelle verriet aber schon im Voraus, dass es keinen Grund geben würde sich zu verstecken, der SFC befindet sich in ähnlichen Gefilden und braucht niemandes Zorn zu fürchten.

Das Spiel war extrem physisch geprägt und die hohe Laufbereitschaft des Gastgebers forderte die Nashörner wie nur wenige Gegner vorher das geschafft hatten. Hätte man auf Seiten FEG die Spieler aber nicht nur auf die Streckbank gelegt, sondern dabei auch ein, zweimal auf ein Tor schiessen lassen, das Spiel wäre wohl entschieden gewesen ehe Käch seine Schuhe geschnürt gehabt hatte. So aber stand das Salzhaus zwar unter Dauerdruck, diese alten Gemäuer erwiesen sich aber einmal mehr als äusserst stabil. Vielmehr entwich dem Gebälk mit fortschreitendem Spielverlauf gar das eine oder andere Mal ein befreiendes Stöhnen in Form eines raschen Konters. Flach, steil und in die Tiefe mussten die Bälle kommen um die gegnerischen Palisaden zu über (oder eben eher unter) winden. Steil gehen, immer ein guter Ansatz.

Dennoch, der SFC musste sich auf wenige Gegenstösse beschränken und sich immer wieder auf den ausgezeichneten Ersatz-Laby im Kasten verlassen. Mitspielen wurde eine Frage der Geduld, doch die Fehler kamen und es bedurfte nicht viel um die Anzahl der Schüsse aufs Tor in etwa im Gleichgewicht zu halten. Selbst Aussenverteidiger Pipo, der sich noch nie je so zwergig gefühlt haben dürfte neben einem Gegenspieler, kam zu einem Abschluss. Die Statistik vom Spielfeldrand-Beat sah wohl in etwa wie folgt aus: Schüsse: 7mio zu 7 für die FEG, Schüsse aufs Tor: 5:5, Corner 4:1.33.

Nach der Pause bekundete plötzlich der Gastgeber Mühe ins Spiel zu kommen. Es waren einige unsanfte Bremsen notwendig um die Gegenstösse des SFC im Keim zu ersticken. Gerade Götterbote Hermes Maag bekam immer wieder reichlich unsanft die Flügle gestutzt nach dem vierten umkurvten Gegenspieler. Eine solche Grätsche war es dann auch, die den absehbaren Penalty fürs Salzhaus bescherte. Klare Sache, diese Aktion im eigenen Strafraum musste zum Pfiff führen. Leider offenbarte Raphi nun Vorstands-Allüren und versorgte das Runde nicht wie vorgesehen im Eckigen.

Eine Führung wäre zu diesem Zeitpunkt wohl eine spannende Sache gewesen, so aber blieb die Partie offen bis zum Schluss. Die langen letzten zehn Minuten gehörten noch einmal der FEG. Der Druck war enorm und die Nerven nervten gehörig, doch es blieb bei der erfreulichen Nullnummer. Ein kraftvoll erwürgtes Unentschieden, das man so gerne mit nimmt um sich daran zu erfreuen. Die Tabelle bleibt spannend. Während das Salzhaus als 2. Platzierter abschliesst und nun einfach nicht mehr auf die Tabelle schauen wird, könnten andere Teams wohl noch vorbeiziehen, doch dafür isch jetzt gwüss nöd Ziit! Ligaerhalt Baby.

Rhino und Poli

Fanutensil Salzuahs F.C.

Doppelhalter halten doppelt

Als der Mannschaftsbus in den Strauchrabatten vor dem Axa-Tempel in Wallrüti zu stehen kam, hatte die örtliche Polizei das Gelände bereits besetzt. Fehlendes Einlaufen ist bekanntlich kein Problem, Nashörner laufen selbst bei diesem feuchten Wetter nicht ein, sie trampeln nieder. Gerade als Schiedsrichter Gjukaj zu Tisch bitten wollte, erklang das engelsgleiche Ächzen eines brandschatzenden Fanmarschs. Selbst ein zugezogenes Tor konnte diese wilde Horde nur kurz von den Sitzplätzen am Spielfeldrand fernhalten. Sowohl dieses Heer der Kasper als auch die beiden willigen Teams auf dem Platz hielten vorerst aber einen Moment inne. Demi, unsere Gedanken sind bei dir, deiner Familie und den dich liebenden Menschen, denen wir als Salzhaus F.C., Mitarbeiter und Freunde unser tiefst empfundenes Beileid aussprechen. Viel Kraft in dieser schweren Zeit!

Der Anpfiff erfolgte und die Nashörner schickten sich an drei weitere Punkte auf dem Weg zum nächsten Pokal zu erkämpfen. Vorerst schickte aber eigentlich nur der Tank und zwar seinen kurdischen türkischen Mitspieler in die Teilinvalidität. Eine satte Tomate am Oberschenkel führte zu einem ersten Wechsel nach nur 20 Sekunden, gute Bessung ins Frjaul Conte, mögen deine gerissenen Fasern schnell zu einer Einigung finden. Die so schon umgebaute(n) Elf mussten sich also bereits wieder neuorganisieren. Wie es schien ist geistige Flexibilität aber eher eine Stärke des Heimteams als des Revierklubs, die Startminuten gehörten eindeutig dem SFC. Die StaPo wurde in der eigenen Hälfte regelrecht eingeschnürt. Kaum ein Ball fand den Weg über die Mittellinie und wenn doch katapultierte ihn der Hühnen-Verbund um Hösli umgehend zurück. Der Freund und Helfer schien ratlos, einzig Standards, Dienst nach Vorschrift quasi, um auch diese Plattitüde noch bedient zu haben, sorgten für unmittelbare Gefahr vor dem Nashornkäfig.

Ein glänzendes Zuspiel aus der Aussenbahn sorgte dann nach 8 Minuten wenig überraschend für die 1:0 Führung. Von Selve bediente Von Selve worauf jener (Von Selve) derart auf das Leder eindrosch, dass es nicht einmal mehr dem Netz, geschweige denn dem gegnerischen Keeper eine faire Chance liess. Mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung bejubelte Nabuccos Gefangenenchor am Spielfeldrand die verdiente Führung aber frenetisch. Quasi im Gegenstoss fanden jetzt aber auch die Herren vom Dienst ihr Korn. Ein Apraller, in Folge eines Eckballs, fand den Fuss des Gesetzes an der Strafraumgrenze. Hotzenplotz verwandelte mit einer sehenswerten Direktabnahme in der 15. Huawei, Hyundai und Hawaii – aller guten Dinge sind drei dachte sich Cyrill und brachte Das Salzhaus noch vor Ablauf der ersten 20 Minuten wieder in Front. Um es ähnlich spannend zu machen wie die Reporter beim Schweizer Bildungsfernsehen und jeder Wiederholung den Reiz zu nehmen: Dabei blieb es dann auch. Der SFC drückte weiter, dominierte die erste Spielzeit klar, hatte aber auch Glück bei einem Sonntagsschuss ans eigene Gehäuse unmittelbar vor dem Pausentee.

Nach der Pause freilich wendete sich das Blatt. Mit der Kondition des erfahrenen Töffli-Jägers drückte nun die StaPo auf den Ausgleich. Tempo und Kurzpassspiel schienen erfolgversprechendere Wege zu Punkten zu sein für die Staatsgewalt. Mal um Mal brandeten die Angriffe aber am Wanst des Nashorns, grossartig gespielt vom neuformierten Duo Vogler/Specker. Dieser Speckvogel ersetzte den Bergvogel, trotz schmerzhaften Schlägen auf die Bullenklöten, äusserst gewissenhaft und liess kaum Schüsse zu. Gelang doch einmal ein Ball auf die schiefe Bahn war Janic zur Stelle und bereit, es war streckenweise wie Fussball was da gezeigt wurde.

Zum Schluss liess die Kraft an allen Ecken und Enden nach und das, alles in allem, verdiente 2:1 blieb bestehen. Der Salzhaus F.C. grüsst zur Hälfte der Spielzeit vom dritten Platz, das ist viel Besser als jetzt zum Beispiel Letzter zu sein. Als nächstes folgt am Samstag der Petzi-Cup in Yverdon und das Freiluft-Töggeliturnier an der Sommerbar.

Sardines will be thrown into the sea

Olympique Winterthur - Salzhaus F.C.

Ausserhalb des Pokals gelang es im vergangenen Jahr nur einem Team die Semi-Professionelle Mannschaft von Olympique Winterthur zu schlagen. Der Salzhaus F.C. rang das Team mit einem Plan B auf der Brust tapfer nieder, was nicht zuletzt der Auslöser für eine saisonale Euphorie-Welle gewesen sein dürfte. Der Sieg war epochal

wie Cordoba, Becker ’85 oder der zweite Platz von Henne-Nadia an den Zoo Olympics. Seither ist viel passiert. Wir hatten arabische und sibirische Frühlinge (ihr erinnert euch). Die verkehrte Marseillaise schien die Zwischenzeit und den Aufstieg ganz vorzüglich verarbeitet zu haben, es gab gegen den Ligen-Dominator aus Seuzach einen verdienten Punkt und auch die Herren Schmierler mussten Punkte lassen gegen den Aufsteiger. Natürlich: Ein Salzhaus F.C. ist nie Aussenseiter, trotzdem war einzelnen Spielern klar, dass es hier keinen Selbstläufer à la Invasion der Schweinebucht oder dergleichen geben würde.

Dem bis zu diesem Zeitpunkt in der Liga noch ungeschlagenen Salzhaus F.C. stand schon vor dem Anpfiff die erste Prüfung bevor: Es wollten nahezu doppelt so viele Spieler in die Aufstellung wie Shirts zur Verfügung stehen. Hätte man zu diesem Zeitpunkt schon gewusst, dass es sowieso Übersäcke geben wird für alle (Olympiques zweiter Trikot-Satz unterscheidet sich farblich nicht vom ersten und damit in der Dunkelheit kaum vom Nashorn-Grau), das Salzhaus wäre wohl zu zweihundertst aufmarschiert. Es ist fraglich, ob man nächste Saison nicht noch ein Team aufbauen will, einfach weil wirs können. Item (nicht zu verwechseln mit Stefan, der schreibt sich mit „n“) es wurde angepfiffen. Nach von Spannung, Toren und von toller Verteidigungsarbeit geprägten 90 Minuten wurde dann auch wieder abgepfiffen. Es gab Pfostenschüsse, Grätschen, ein Eigentor, einen Penalty, und leider stellenweise mehr Gemötzel als in der Leserbrief-Sektion der Annabelle nach einem fehlerhaft publizierten Strickmuster.

Hervorzuheben sind sicher die Eleganz und Grazie von Philipp(e) als Linienrichter, die sichtbaren Fortschritte von Pippo auf der Aussenbahn, der lange Atem des verlorenen Hösli, die Wichtigkeit von individuellen Fehlern für die Spannung eines Spiels, die Relevanz von Gelassenheit beim Verschulden von Gegentoren und die Fähigkeit der Salzhäusler sich jeden Spielstand schön zu schreiben und unangenehme Resultate stillschweigend in Berichten zu umschiffen ohne zu Lügen. (hier Luft holen) Eines der engagiertesten Spiele der jüngeren Vergangenheit endete somit deutlich und wie gewohnt mit einer geselligen Schlussdiskussion.
Am kommenden Montag geht’s gegen die Stapo zu Werke in Wallrüti. Die Freunde und Helfer vom Dienst sind gut in die Saison gestartet und freuen sich bestimmt über euren Besuch wenn 19:30 angepfiffen wird. Das Wetter ermöglicht euch sowas wie Prä-Sommerbar-Feeling.
Sommerbar Salzhaus Stimmungsbild

Zu gut für die eigenen Ansprüche

Rhino Rise Salzhaus F.C. Aufstieg

Niemand hatte das so gewollt und doch war der Aufstieg plötzlich Tatsache. Gerührt wischten sich die Mannen und Frau des sagenhaft siegreichen super Salzhaus F.C. die Tränen der Enttäuschung aus dem Gesicht und rissen die Faust im Sack in die Höhe. Fröhlich fluchend schluckte das Team die Enttäuschung über den verpassten Ligaerhalt hinunter und liess die Korken knallen. In der ersten Saison bereits wird also der Aufstieg Tatsache für den SFC. Die Gegner kommen ab sofort nicht mehr aus Reinau und Flaach sondern aus Seuzach und dem Stadtgefängnis-Wachtlokal.

Der Himmel schickte arg finstere Vorboten ins Land für dieses kapitale Spiel auf dem Mattenbacher-Acker. So schwarz, wie schwarze Wolken überhaupt nur schwarz sein können waren die schwarzen Wolken und das Licht schmollte verdrossen in einer beliebigen Ecke, die jetzt hier nicht hingehört. Zur grossen Überraschung aller hielt die Trockenheit aber das ganze Spiel über an. Nur während der Umzieherei gab der Himmel einige wenige Tropfen preis – gerade genug um die Velosättel zu befeuchten.

Einem locker lässigen Einlaufen (unterbrochen nur durch gewisse Gehässigkeiten von Seiten eines einzelnen Gegenspielers) folgte ein knorziger Spielauftakt. der SFC wollte eigentlich den Gegner kommen lassen. Es wirkte in der Anfangsphase aber fast so, als wolle das dieser selber überhaupt nicht. Es gab wohl einige schöne Spielzüge der Seemer zu sehen, doch in der Regel blieb der Ball bereits kurz nach der Mittellinie hängen. Die Nashörner begannen darauf ihrerseits etwas mehr Raum für sich zu beanspruchen. Dank der gewohnten und besonders von Flaach verhassten, „Kick and Tank“-Strategie gelangten immer wieder feine Nadelstiche in die Fusssohlen der Kickers. Zwar bereitete das äusserst bewegliche Mittelfeld des Favoriten der Salzhäusigen Schaltzentrale wiederholt Kopfzerbrechen, doch spätestens in den engen Maschen der SloMo-Verteidigung erstickte auch das fröhlichste Quieken im Keim.

Nach einem Lauf über Fö legte der Panzer der Nation den Ball zurück auf Marko. Begleitet von einem erschreckten „da staht no eineeeeeee…“ schob dieser das Kunstleder locker lässig in die gegnerische Umrandung. Zur Mitte der ersten Hälfte stand damit, nicht unverdient, 1:0. Leider sorgte dann ein Loch im Raum-Zeit-Kontinuum für den umgehenden Ausgleich. Der Angriff wurde mustergültig vorgetragen, der Oberklassige schien mit einem mal sein Spiel gefunden zu haben. Jetzt drückte der Vorort-Verein aufs Gas. Trotz des wiedererwachten Kampfgeistes der Oberklassigen stand es zur Pause aber weiter 1:1. Da der erwartete Regen weiterhin auf sich warten liess, blieben die Jungs und das Mädel des SFC die Schönsten weit und breit.

Halbgötter in grau waren es, die den zweiten Teil der Barrage in Angriff nahmen. Mit dem Herz in der Hand und frischem Eistee im Bauch liess man sich nun nicht mehr so einfach in die eigene Hälfte zurückdrängen. Der Gegner war wohl mehrheitlich in Ballbesitz, doch die Chancen hielten sich in etwa die Waage. Die Unsrigen (in der Folge auch die Guten genannt) blieben mit raschen Gegenstössen stets gefährlich, während die Anderen (das Böse) oft durch kluges Kombinationsspiel zu Flanken kamen. Eine Standardsituation sorgte schliesslich für die erneute Führung der Salzigen: Wunderbar und filigran eingeworfen vom wieselflinken linken Flügel kam der Ball vor Contes Zauberschuhen zu liegen. Bello e impossibile kegelte die Verstärkung aus dem warmen Süden (ja Elgg ist südlich von Winti, Schweizer Geografie, kännsch?) das Ei via Verteidiger-Rücken in die Maschen. Diesem Rückstand sollten die Oberklassigen noch eine ganze Weile nachrennen müssen. Viele Schwalben, Fouls und aufmunternde Zurufe später war dann noch einmal die ganze Klasse von Janic im Tor des Heimteams notwendig um die Führung zu halten. Da köpfelte doch wirklich einer aus nächster Nähe in weiteste Fernen. Zum Glück ist der Salzhaus Keeper – Rückenbruch sei Dank – so flexibel und dehnbar. Mit dem Schlusspiff allerdings kullerte der Drecksball dann doch noch in die Maschen des Heimteams. Ein Schelm wer Böses dabei denkt, doch das spielt dauerte wirklich exakt bis 2:2. Im Prinzip hätte man damit ja zufrieden sein können. Wer will schon ernsthaft aufsteigen? Gevatter Schiri aber zeigte unbarmherzig auf den Penaltypunkt.

Nach langen Diskussionen entschied man sich für die Seite zu den nicht umgezonten Pünten. Der Start harzte, Katze Köpke hielt den ersten Schuss schon fast fest, als das Rund doch noch unter den gebrochenen Rippen hindurch über die Linie rutschte. Die Guten gerieten in Rücklage. Es folgten kleine, grosse, dicke dünne und wenige farblose Penalties, ehe der Kopfballgott persönlich mit dem letzten der obligatorischen Versuche den Aufstieg sicherstellte. Die Freude ist war und wird immer überschwänglich gewesen sein. Wir sind nämlich schön genug für die Eliteliga, so siehts aus.

es feuchtelt

Opfer der Firmenliga

R.S., Opfer

Das Teilen von Wasser wollte man eigentlich anderen Instanzen überlassen. Ganz offensichtlich beschäftigten sich diese aber mit allerlei anderweitigen Wundern und Zeichen. Was bei drückender Hitze in den Mattenbacher Pünten begann, endete in einer wahren Springflut. Viele der zahlreich erschienenen Supporter sahen sich genötigt nachträglich in den belaubten Tribünenbereich zu übersiedeln.

Doch von Anfang an: Nach Jahren der sportlichen Untätigkeit endete am vergangenen Montag (ähm ja, das war gestern) die erste Sommerpause in der glanzvollen Geschichte des glanzvollen Salzhaus F.C. Motiviert bis in die Gräten traf sich das Rudel zum zweiten Vergleich mit den Deportiven aus Flaach. Auf die Begegnung in der ersten Pokalrunde möchte ich hier zwar gerne noch einmal eingehen, werde ich aber nicht. Schwelgt gefälligst selber.

Der unerreichte Salzhaus F.C. gab dem Gegner immerhin 5 Sekunden Zeit sich zu ordnen nach dem Anpfiff. Als indirekter Freistoss ausgeführt, verlangte Georgs Spieleröffnung bereits alles vom Gäste-Keeper ab. Katzengleich rettete dieser mit letzter Kraft. Das Spiel war eröffnet. Bei sengender Abendsonne schenkten sich die beiden Teams nichts – höchstens ab und an den einen oder anderen erstaunten Blick nach des Schiris teils kreativen Inputs. Das Spiel lief eine gute Viertelstunde als ein direkt gespielter Konter für Turbulenzen im Strafraum der Gastgebers sorgte. Plötzlich nämlich musste die Jack’s Café-Leihgabe im Salzhausigen Tor während eines Direktduells als letzter Mann die Notbremse ziehen. Dem Schiedsgericht blieb keine andere Wahl als gemächlich zum Penaltypunkt zu sprinten. Mit Grazie und viel Selbstvertrauen verwandelte Kajo das frühe Geschenk souverän.

Die Szenerie verunsicherte den unbändigbaren SFC allerdings nur für kurze Zeit. Mit langen Bällen gelang es immer wieder die gegnerische Abwehr in Bedrängnis zu bringen. Georg und Marko wirbelten getragen von Pfö links und Käch rechts ganz schön. Die SloMo-Abwehr fand auch bald zu ihrer gewohnten Sicherheit zurück und schlussendlich formierte sich auch die Vodka-Achse einigermassen brauchbar. Die Bälle wurden präziser und die Läufe schneller. Ein kurzer Pass, ein langer Lauf über rechts und Wumms (ey, ich schwöre, genau so hat das geklungen) hämmerte Marko den Sack aus steilstem Winkel in die Maschen. Der ersehnte Ausgleich war Tatsache. Dann kam der Regen, die Blitze, Kobolde tanzten übers Feld und einige wenige Sanitär-Bedarfs-Händler hefteten sich unangenehm penetrant an die Fersen der Spieler. Unkompliziert und entschlussfreudig pfiff der eine Offizielle die Partie ab. Man einigte sich bei Tee und Kuchen darauf die Wasserschlacht an dieser Stelle zu beenden und zu wiederholen. Ist doch albern so zu spielen… Wir sehen uns also wieder, das ist schön.

Die Nullen hängen hoch

Rasenschach Salzhaus F.C.

Rasenschach mit dem Salzhaus F.C. (Symbolbild)

0:0 ach du grüne Neune, wiesoooo? Wie kann man in einem Firmenligaspiel nur ein 0:0 spielen? Tore offen wie diejenigen von Scheunen und Verteidiger wie Pudding, das muss doch nur so scheppern? Nun, das kam so:

Den ganzen Morgen über wässerte der Platzregenwart die Spielwiese zu Mattenbach. Pünktlich auf 3.2 Stunden vor Anpfiff zeigte die Spielwiese in den Pünten-Slums dann aber ideale Voraussetzungen für ein packendes Duell. Die Routiniers von Atletico Bambole traten mit Ärmeln auf, zeigten aber trotzdem druckvollsten Kamerunischen Power-Fussball.  Der Petzi-Cup-und-Mitarbeiterfest-in-den-Beinen-habende Salzhaus F.C. der ohne sein Rückenmark antreten musste (Stammtorhüter und Kernmittelfeld waren sich zu fein) bekundete sichtlich Mühe das Spiel zu prägen. Bälle abfangen, Bälle raus hauen, Hecheln, Bälle abfangen. So sah das aus. Erst mit fortgeschrittener Spieldauer gelang es dem unbiegbaren Salzhaus F.C. etwas befreiter aufzuspielen. Mit nur wenigen Ersatzspielern aber umso mehr Laufbereitschaft gelang es dem Druck stand zu halten. Und nicht nur das: Die Abwehr um Vögi und Simon verhinderte die Sturm und Drang Phase praktisch vollständig. Torhüter-Neuling Laby musste nämlich eigentlich keine Schüsse abwehren, die Füsse der Verteidigung rammten sich jeweils immer noch rechtzeitig in den Boden. So kann man dann konsternieren, dass der unerreichte Salzhaus F.C. wohl feldunterlegen, Chancen der Favoriten aber trotz allem eine Seltenheit waren. Gegen Ende der ersten Hälfte wankte das Open-Air Team streckenweise gar. Plötzlich kamen die Gastgeber zu Abschlüssen, allein der Vollerfolg blieb aus. Macht aber nichts, wer will schon so ein leckeres Spiel mit unnötigen Anspielen zur Sau machen?

Es folge die Pause. Die Pause war eine sehr gute Sache, die Meisten brauchten nämlich mal nicht zu rennen. Gerüchteweise konnte aber niemand Hösli daran hindern einfach weiterhin seine Runden zu drehen. Einem Tasmanischen Teufel gleich spulte der Mittelfeldmotor seine Kilometer ab.

Nach dem Wiederanpfiff ward umgestellt. Direkt aus dem Nahen Osten von Brütten eingeflogen stand Inmar neu seinen Mann. Die Verstärkung war notwendig, der Druck der Athleten hatte doch tatsächlich wieder zugenommen. Nach einem Lattenknaller aus der Distanz, vom Torhüter mirakulös richtig eingeschätzt, musste der eben genannte Hösli nach einer weiteren Angriffsaktion gar auf, oder zumindest bei, der Linie klären. Den Zuschauern stockte der Atem. „Nashorn-Power aktiviert“ murmelten einige Sachverständige auf den Rängen wohlwissentlich.

Es war aber keinesfalls so, dass diese Grosschancen im Sekundentakt einschlugen. Bambole ging sehr grosszügig mit seinen Bällen um, eine gewisse Umständlichkeit erlaubte dem SFC auch immer wieder Konter. Wenn diese nicht gerade in der Luft stecken blieben generierten die engagierten, heute Abend an der Sommerbar bedienenden, Halbgötter tatsächlich auch Chancen. Die Grösste hatte wohl der Schreiberling selber, als er seine Rübe nicht mehr rechtzeitig wegbrachte nach einer Massflanke von von von Selve. Der Torhüter wankte, doch er fiel nicht. Schade, ein Kopfball im Strafraum alleine lässt Nivea Man schon vor Geilheit zucken, was hätte da ein Treffer erst bewirkt?

Es stand weiterhin 0:0, die Teams schenkten sich wenig, erhielten aber doch die Freundschaft mit kleinen Geschenken am Leben. Das Schönste machte dann wohl der hyperaktive Schiri: Er Pfiff das Spiel ab. Ein Punkt pro Team, ist doch urdemokratisch und ganz gefällig. Der Kampf war gewaltig, herzlichen Dank an den Gegner und die Mitspieler, die Fans und den Verwalter, das Brautpaar und die Gäste, Susi und Strolch. Zufriedenheit braucht offensichtlich auch keine Tore. Schön irgendwie, schön wie wir.

Wenn einer eine Reise tut…

Salzhaus F.C. Trikots

Eine sehr enge Kiste war das. Doch das MannschaftsInnenbüssli und der tapfere Fahrer verrichteten ihren Dienst gelassen und ohne Murren. Die Reise ging nach Rheinau, der erste Roadtrip der Vereinsgeschichte quasi. Die Vorhut startete die schweren Maschinen und benutzte die Gelegenheit für eine Passfahrt durchs Weinland. Mit der Negativ-Rekordzahl von nur 12 SpielerInnen begab man sich quasi à la Minute zur Anlage der PUK.

Es lag eine gewisse Spannung in der Luft, die Resultate der Vergangenheit hatten aufhorchen lassen: Nicht weniger als ziemlich genau so ungefähr 18.5 Tore hatte Rheinau in den letzten 4 Spielen kassiert. Man hatte also berechtigte Hoffnungen auf einen Sieg. Gerade nach der letzten, in etwas so wie ein Gehirnchirurg für Bush notwendigen Niederlage gegen Steinacker, brannte man auf Wiedergutmachung. Die Kabinen waren in erträglicher Zeit gefunden und auch das Umziehen klappte bei den meisten TeammitgliederInnen ganz vorzüglich. Doch halt, was war das? Soooo schöne Kleider? Ganz genau, nach nur ¾ Jahr Vorlaufzeit durfte der schönste Salzhaus F.C. aller Zeiten auflaufen, ein SFC in Nashorn-Grau und mit allen Sponsoren der laufenden Saison auf Brust und Rücken. Was für ein erhebendes Gefühl der Erhabenheit. Alle Buben und das Mädchen wirkten von tief innen heraus fröhlich und bestrebt das Beste zugeben. Leider verhindern einzelne, individuelle geistige Umnachtungen die Präsentation von Bildern an dieser Stelle. Quelle Malheur, Simone, François und René nochmal…

Natürlich gab es vorab gewisse Einwände bezüglich der Resultathöhe. Da aus Sicht der Mannschaft mit dem besten Vereinsheim im Zentraleuropa immer der Spass im Vordergrund zu stehen hat, ist man stets bestrebt die Motivation auch bei den GegnerInnen hoch zu halten. Es sollte also nach einer allfällig sicheren Führung ein Gang zurück geschaltet werden. Leichter gesagt als getan, denn auch überheblich zu wirken war nie das Ziel und so gab es dann halt doch ein paar Treffer mehr. Die sympathischen GegnerInnen aus Rheinau liessen sich davon jedoch nicht demotivieren und blieben allzeit freundlich und scherzten auch nach dem Schlusspfiff mit den GästInnen. Es hat gefallen und beeindruckt, so soll das sein und 21 FreundInnen müsst ihr haben (und Timmy den/die HundIn).

Zurück (wobei zurück dem Bericht eher irgendwie schmeichelt beim erneuten Durchlesen A.d.Red) zum sportlichen: Der umjubelte Salzhaus F.C. siegte schlussendlich nach vereinbarten 75 Spielminuten mit 19:0. Viele taktische Wechsel waren erlaubt und möglich. Einige GestaltInnen kamen zu ihren ersten Saisontreffern und Janic bestimmte die ersten SpenderInnen für seine Liga Shutout-Runden. Neben der unglaublichen 0-Fehler-Einwurfquote von Steph(Ie) „Einwurf“ Laetsch ist zudem der gute Abseits zu erwähnen, dem Angriffstank gelangen sagenhafte zwei Treffer, wir zucken vor Geilheit. Last but not least: Pippo schoss seinen ersten Saison-Hattrick (der/die, a.d. engl. abgl. von „Hut-Trick“ (auch der/die) beschreibt das Erzielen und Boris-Becker-Befausten dreier Treffer ins (vorzugsweise) gegnerische Tor, ohne dabei von einem Halbzeitpfiff oder aber dem störenden Einnetzen eines Balles/einer Bällin durch eine(n) garstige(n) Mit- und oder GegenspielerIn unterbrochen worden zu sein, vgl. auch „SchwanzInnen-Vergleich“). Es gab weitere Torschuss-Debütanten (Tanten ist schon weiblich, oder?), doch lasst uns an dieser Stelle die stolz geschwollenen Brüste, wie gewohnt, eher erhaben und demütig neigen.

Keiner der Bälle segelte über die nahe Baustell-Umzäunung, was vom frenetischen Publikum fast so begeistert aufgenommen wurde wie die Verletzung des eigenen Abwehrturms nach 5 Spielminuten. Gänzlich vom SFC und seinen KomponentInnen unverschuldet versteht sich. Gute Besserung wünschen wir an dieser Stelle und danken noch einmal für das faire Spiel, die wirklich ausgezeichnete Bewirtung und gemütlich warme Duschen.

Am Freitag geht’s auf die Schützi zum Haldengut-Cup. Es dürfte dort wieder etwas ruppiger werden, doch höflich bleibt höflich und schön wird nur noch schöner.