Gutes soll man erhalten

Salzhaus F.C. Ligaerhalt, SymbolbildDie Ausgangslage war doch einigermassen klar vor dem Gassenhauer gegen Bambole: No Sieg no Ligaerhalt. Da Rhinozerosse aus der Familie der Unpaarhufer grundsätzlich nur für ein kühles Pony gerne in den Keller steigen, lag es nahe nun doch endlich die erste Partie der Saison zu gewinnen.

Der Gegner an diesem herbstlich fröstelnden Donnerstagabend hiess Bambole. Das Openair, das bereits drei Axa-Nichtsantritts-Punkte auf der Haben-Seite vorweisen konnte, hätte sich mit einem Sieg vorzeitig den verbleib in Gruppe A sichern können. Umgekehrt hätte alles ausser einem Sieg für den ungewohnt glücklos kämpfenden Salzhaus F.C. den vorzeitigen Abstieg sicher gestellt. Das Spiel hätte im Übrigen schon vor der Sommerpause auf dem Mattenbach über die Bühne gehen sollen, wurde aber kurzfristig in ein Freundschaftsspiel gewandelt, es fehlten damals einfach klare Linien auf dem Fogel-Feld.

So, Schluss mit dem Prolog. Fast in Bestbesetzung (eine Beschreibung die für jede Konstellation an Aufstellungen Gültigkeit hat) angetreten konnte das Salzhaus eine starke erste Hälfte abliefern. Es wurden kaum gegnerische Chancen zugelassen und in regelmässigen Abständen selber welche kreiert. So war es dann nur fair, dass die üblichen zwei Töpfe getüpft wurden. Der Puncher vom Inneren Lind und die Leihgabe vom Zeltplatz Flaach schoben gekonnt ein. Es gefiel was man sah. Durch die schrecklichen Ereignisse der Vergangenheit gebrandmarkt wurde, trotz der bist dato ungefährdeten Führung, ein dritter Treffer gesucht und so zwischen 46. und 81. Minute gefunden von George (sprich: Chorche) Valderamarama (sprich: Walderamarama). Reingepresst wie das Wurstbrät in den Netzstrumpf.

Nun bäumte sich plötzlich Bambole auf unter den apokalyptischen Nashorn-Reitern. Die zunehmende Verspieltheit rächte sich und plötzlich veränderte sich die Matrix in den Augen der Betrachter. Die Minuten sollten als die französische Periode in die Geschichte eingehen: Eigene Pfostenschüsse à discretion und das Déjà Vu der unschönen Wende rückten unvermeidbar näher. Nur dem dritten Treffer (und einer unblutigen kleinen Opferzeremonie im Vorfeld) verdankte man schlussendlich den überrundeten Sieg.

Nun kann der Ligaerhalt weiter aus eigener Leistung geschafft werden, ja sogar der Barrage könnte prinzipiell noch ausgewichen werden sein tun. Der Termin für die Wiederholung der ursprünglich forfaitisierten Axa-Begegnung (Kampf um Platz Zweitletzt) ist noch unklar. Der gebuchte 21. wird durch den Barrage-Termin vom 20. etwas in Frage gestellt, umgekehrt wärs wohl sinnvoller. Wir bleiben mal dran.

Danke Schiri, danke Bambole, danke Noah (fürs Retten des Wappentiers).

FC Dussnang – Wieso tun wir uns das an?

Schon einmal verschlug es den stolzen Salzhaus F.C. ins thurgauische Hinterland für ein Freundschaftsspiel gegen den FC Dussnang zwei. Damals gingen die Nashörner etwas unglücklich (wirklich wahr) gleich mit 1:5 ein, nachdem Gegi zwischenzeitlich noch der Ausgleich geglückt war. Das klare Verdickt war enttäuschend und gab aus unserer Sicht die wirklichen Stärkeverhältnisse nicht ganz wieder.

crasht test rhino Salzhaus FCNun, die 2014er Version des SFC wollte das Resultat der Realität anpassen. Vorab: Das gelang, und wie. Im fünften Vorbereitungsspiel stand die fünfte Verteidigungs-Variante auf dem Platz. Señor Rrraul Gencho de Rodlofo Freitag ist Fajita-Tag Consuela erbte den verwaisten Platz an der Seite von Philipp E. Diese aus der Not geborene Konstellation wurde durch die beiden Zangen Phippi auf links und den Käseladen-Erben rechts ergänzt. Zugegeben, eine kreative Lösung. Für weiteres Kopfzerbrechen sorgte das Fehlen der Kopfhoheit, der ordnenden Hand und Leos. Man durfte gespannt sein. Als äusserst Erfreulich dürfen die erfolgreiche Resozialisierung von Flo „Botstich“ Greuter im Gehäuse, sowie das Gastspiel der verschiedenen netten Gastspieler bezeichnet werden.

Nach einem Sicherheitspass hinten rum schnappte sich Dussnang das Leder leider und schoss sich schon einmal ein. Gespielt waren erst so wenige Minuten, dass noch kaum jemand vom Anpfiff erfahren hatte. Fehlstart. „Wo es für einen reicht es auch für zwei“ lehrt uns die Geschichte und tatsächlich buchte der FC Dussnang zwei gleich ein Doppelticket, bevor die ersten zehn Spielminuten vorbei waren stand es 0:2 und das Salzhaus mit dem Rücken zur Wand. Um nicht an die selbe gefahren zu werden hätte man nun wohl das Ruder herumreissen sollen, stattdessen gestatteten die Nashörner ein weiteres kleines Geschenk und frassen munter den dritten Gegentreffer. Jetzt wurde das doch tatsächlich zum Debakel. Klar, Dussnang ist ein Ligateam, eingespielt lauffreudig und kampferprobt. Aber hey, die wohnen hinter mehr als sieben Bergen und glauben noch das Schöfli sei der beste Ort einen Samstagabend verstreichen zu lassen?! Dieser Gedanken schoss dann wohl auch Gegi durch den Kopf als er den mit Heu gefüllten Saumagen per Bicicletta in die Maschen donnerte. Keine Chance für den Torwart, diese Hereingabe von [ ] Dave [ ] Marko [ ] Fabian [ ] Cyrill [ ] Roberto Carlos passte zu genau auf den Fuss des edlen Fassreiters.

Von der Brillanz dieses Treffers geblendet erwog der Einzelrichter alle vorgängigen Tore zu annullieren. Der Entscheid ist noch ausstehend, der SFC akzeptiert das Urteil aber zur Sicherheit schon einmal. Mit diesem 0:1 und einer versöhnlichen Abschlussleistung in den letzten 20 Minuten dieser ersten Halbzeit ging man in die Pause.

Nach der Pause gab es noch einen geilen Schlänzer von Dave, einen Lattenknaller von Fö und 2-3 Abseitsentscheide. Sonst haben wir keine Lust uns an etwas zu erinnern. Auf keinen Fall mussten sich die Gäste aufs Rausschwarten von Bällen, die Verteidigung der Würde und das Überleben beschränken. Undenkbar erscheint uns auch noch einmal drei Tore nach Pässen in die Tiefe kassiert und mit 6:1 in die Duschen geschickt worden zu sein. Nö.

Dort gab es dann ein freundschaftliches Pony und endlich heisses Wasser (Dussnang ist wie Brütten, einfach ohne Fluglärm). Herzlichen Dank liebe Dussnanger für eine tolle Begegnung, den rechtzeitigen Lehrblätz und das Versprechen uns sowas gerne auch einmal in Winterthur antun zu wollen. Würde uns freuen!

Die Spiele mochten beginnen

Salzhaus F.C. - CD Flaach Für  einmal machen wir es wie die Jungs von Schweizer Staatsfernsehen. Nicht dass ich euch 600.- Eier für die montägliche Selbstbefriedigung von Roger Schawinksi abknöpfen möchte, nein ich nehme vielmehr der Sportberichterstattung den Reiz und verrate im Voraus das Endergebnis: Der Salzhaus F.C. bodigt die CD aus Flaach mit 1:0 im ersten Vorbereitungsspiel der Mission Meisterschaft 2014.

Ein herrliches Zuspiel vom rechts hechelnden Flügel, gedacht für Von Selves Marko wird von Von Selves Fabian mit der Knieinnenkannte sauber angenommen, der Innenverteidigung den Buckel ab gerutscht und sauber zwischen den Kiemen des gegnerischen Torwarts hindurch in die Maschen gepresst. Wir schreiben die 23. Spielminute und die Nashörner haben den Mist geführt.

Natürlich, da war noch mehr, zurück auf Start. Der Saisonauftakt überrumpelte nicht nur die Flaacher Personaldecke (mit 10,50 Spielern angereist), auch das Salzhaus war gezwungen  in Fankreisen Leihspieler zu rekrutieren. Neben Stamm-Ergänzungsspieler Elmar in der Innenverteidigung war neben ihm ein Metzger tätig. Aus dem eigenen Nachwuchs schaften diesen Sonntag Andrin Cotti und Pascal Blöchlinger den Sprung in die erste Mannschaft, herzlich willkommen. Ebenfalls freuen tun wir uns über einen Zuzug ganz hinten: Unsere Greuter-Quote, und damit die Durchscnittliche Körpergrösse des SFC, hat sich verdoppelt. Auch Florian begrüssen wir frenetisch!

Salzhaus F.C. - CD Flaach

Der Start war harzig und schon vor dem ersten Lattenknaller wechselte Dave die Fronten um dem Gegner wenigstens diese eine  verletzungsbedingte Auswechslung zu ermöglichen, wir danken für diese nette Geste der Infiltration. Auch danken wir einem hervorragend stehenden Schiedsrichter Deutsch für seine Nachsicht.

Die Motivation war auf beiden Seiten atemraubend, nach Wochen der Anfeindung und des heimlichen Ins-Bier-Spuckens war es endlich soweit. Entsprechend Hart wurde um jede Ball- und Schienbeinberührung gerangelt. Das Geschehen spielte sich in der Startphase mehrheitlich in der Mitte des Platzes ab, mit vereinzelten Ausreissern nach vorne und hinten. Gut hatte man auf dem Campingplatz zu Flaach lange nur eine Bretterwand an Stelle des Tores. Andernfalls hätte Guy Inkognito bei seinen drei Versuchen aus 5m vielleicht vom Hohlraum zwischen dem Gebälk gewusst. So aber konnte Goalie-Greuther getrost weiter seine Nägel feilen und sich aufs Abschlagen von Bällen beschränken. Cyrill als Imker, Salzhaus F.C.

Nach dem eingangs erwähnten Treffer wogte das Spiel bald relativ unspektakulär in die Pause. Der Versuch eine Aufstellung zu machen scheiterte an der knapp bemessenen Zeit, zu sehr war das ganze Team darauf fokussiert sich ziemlich schön zu finden. Es ging für die meisten Spieler in die zweite Runde, Cyrill dagegen widmete sich krankheitsbedingt seiner Imker-Therapie. Eine Mücke machte aus seiner Lippe einen Elefanten oder so. So ganz genau weiss ich das jetzt auch nicht mehr, gute Besserung jedenfalls.

Auf dem Rasen spitzte sich die Lage langsam zu, ohne die best organisierte improvisierte Viererkette aller Zeiten wäre einer der Flaacher-Konter wohl durchgekommen. So aber tappten die Grünen Mal für mal in die sperrangelweit geöffnete Abseitsfalle. Durch geschicktes Zurufen gelang es dem CDF zwar die Aufmerksamkeit des Schiris auf sich zu lenken, er wollte auf den wiederholt angesetzten Enkel-Trick heute aber einfach nicht reinfallen. Ballnetze als Luxusgut, Salzhaus F.C.

So blieb es dann bei eben diesem 1:0. „Geschickt heimgeschaukelt.“ Würde man bei den Grossen der Branche sagen. „Das Ziel war von Anfang an einfach die Null hinten.“ Wäre die Wortmeldung von Muri Y. aus B. „Ällabätsch“ liess hingegen unsere -.80 teure Balltragtasche verlauten. Nüt für Unguet, gäll!?

Der nächste Sieg Match findet am Sonntag dem 30. März gegen Liganeuling Victoria Vitudurum, ebenfalls in Greifensee statt. Am kommenden Wochenende gibt es den EHC Salzhaus F.C. an der Trauben Trophy in Weinfelden zu sehen.

Würgemale

Gruppenfoto SFC

Erleuchtung zum Abschluss.

Zum Abschluss einer durchwegs erfolgreichen Aufstiegssaison ging es nach der Sommerpause in Wallrüti gegen die Schöggeler von der FEG. Hünen wohin man sah, keine Ahnung aus welcher Zucht dieses Team stammt, aber bis auf den salzigen Neuzugang, Stefan Greuter ist eine Erbschaft von Hofstetten 09 Tagen,  wurde jeder einzelne Salzhäusler von jedem einzelnen Kirchgänger überragt. Die Tabelle verriet aber schon im Voraus, dass es keinen Grund geben würde sich zu verstecken, der SFC befindet sich in ähnlichen Gefilden und braucht niemandes Zorn zu fürchten.

Das Spiel war extrem physisch geprägt und die hohe Laufbereitschaft des Gastgebers forderte die Nashörner wie nur wenige Gegner vorher das geschafft hatten. Hätte man auf Seiten FEG die Spieler aber nicht nur auf die Streckbank gelegt, sondern dabei auch ein, zweimal auf ein Tor schiessen lassen, das Spiel wäre wohl entschieden gewesen ehe Käch seine Schuhe geschnürt gehabt hatte. So aber stand das Salzhaus zwar unter Dauerdruck, diese alten Gemäuer erwiesen sich aber einmal mehr als äusserst stabil. Vielmehr entwich dem Gebälk mit fortschreitendem Spielverlauf gar das eine oder andere Mal ein befreiendes Stöhnen in Form eines raschen Konters. Flach, steil und in die Tiefe mussten die Bälle kommen um die gegnerischen Palisaden zu über (oder eben eher unter) winden. Steil gehen, immer ein guter Ansatz.

Dennoch, der SFC musste sich auf wenige Gegenstösse beschränken und sich immer wieder auf den ausgezeichneten Ersatz-Laby im Kasten verlassen. Mitspielen wurde eine Frage der Geduld, doch die Fehler kamen und es bedurfte nicht viel um die Anzahl der Schüsse aufs Tor in etwa im Gleichgewicht zu halten. Selbst Aussenverteidiger Pipo, der sich noch nie je so zwergig gefühlt haben dürfte neben einem Gegenspieler, kam zu einem Abschluss. Die Statistik vom Spielfeldrand-Beat sah wohl in etwa wie folgt aus: Schüsse: 7mio zu 7 für die FEG, Schüsse aufs Tor: 5:5, Corner 4:1.33.

Nach der Pause bekundete plötzlich der Gastgeber Mühe ins Spiel zu kommen. Es waren einige unsanfte Bremsen notwendig um die Gegenstösse des SFC im Keim zu ersticken. Gerade Götterbote Hermes Maag bekam immer wieder reichlich unsanft die Flügle gestutzt nach dem vierten umkurvten Gegenspieler. Eine solche Grätsche war es dann auch, die den absehbaren Penalty fürs Salzhaus bescherte. Klare Sache, diese Aktion im eigenen Strafraum musste zum Pfiff führen. Leider offenbarte Raphi nun Vorstands-Allüren und versorgte das Runde nicht wie vorgesehen im Eckigen.

Eine Führung wäre zu diesem Zeitpunkt wohl eine spannende Sache gewesen, so aber blieb die Partie offen bis zum Schluss. Die langen letzten zehn Minuten gehörten noch einmal der FEG. Der Druck war enorm und die Nerven nervten gehörig, doch es blieb bei der erfreulichen Nullnummer. Ein kraftvoll erwürgtes Unentschieden, das man so gerne mit nimmt um sich daran zu erfreuen. Die Tabelle bleibt spannend. Während das Salzhaus als 2. Platzierter abschliesst und nun einfach nicht mehr auf die Tabelle schauen wird, könnten andere Teams wohl noch vorbeiziehen, doch dafür isch jetzt gwüss nöd Ziit! Ligaerhalt Baby.

Freundschaftlich abgeschossen

Baum mit grabendem NAshorn

Dussnang, Wurzelsepp allen Übels

Das Kräftemessen gegen den Thurgauer 5. Ligisten aus Dussnang war die erste Begegnung der Nashörner seit dem Kräfteraubzug gegen Seuzach. Entsprechend gut in Form waren einige der Winterthurer Fabelwesen. Die persönliche Anti-Fitness eines jeden Einzelnen war aber nicht der Grund für die knappe Niederkunft des Teambusses, vielmehr schien das Thurgauer Strassenbauamt etwas gegen Besuche der Fischinger Idylle zu haben, grossräumig sperrte es Zugangsweg um Zugangsweg. Immerhin waren alle Strassen schneefrei, man darf ja auch einmal etwas Positives erwähnen…

Die Gemeinde im Hinterthurgau, landläufig bekannt für seine süffigen Tannzapfen und abfrierende Füsse, kann getrost als der fussballerische Wurzelsepp des Salzhaus F.C. bezeichnet werden. Feilten sich hier doch nicht weniger als vier aktuelle Stammkräfte des SFC ihre Sporen von den Töggelischuhen. Wären die Trainings nicht plötzlich in Sport und körperliche Anstrengung ausgeartet, wer weiss ob ein Transfer damals nicht noch hätte verhindert werden können. Item: Der SFC ist hier, er ist gross und schön und bereit für die Weltherrschaft. So! Der gemeinsamen Vergangenheit entsprechend gross war natürlich hüben wie drüben die Vorfreude und Motivation. Der Gastgeber bot gar einen veritablen Altstar auf für dieses Benefizspiel zugunsten nordkasachischer Plasitktüten-Allergiker. Dass es keine Geschenke geben würde war schon vor dem Anpfiff klar: Während der SFC in gewohnt konzentrierter Manier noch etwas im Gras herumlag, wurde auf der anderen Platzhälfte bereits mit Hütchen gespielt.

Das Spiel war intensiv. Dussnang wollte sich keine Blösse geben und das Salzhaus ist halt einfach elend gut. Eine spannende Partie begann, in der die Gastgeber vor allem seine beiden Spitzen direkt anzuspielen suchten. Die Räume wurden aber nach einer anfänglichen Eingewöhnungszeit rasch dicht gemacht vor dem Gemäuer von Neo-Torwart Vogler II, die Spielanteile verschoben sich. Dussnang presste zwar, bekundete im Gegenzug aber offensichtlich ebenfalls Mühe mit dem intensiven Atem des Nashorns im Nacken. Dennoch gelang nach einem Billard-Manöver via Pfosten und Abpraller die 1:0 Führung nach 20 Minuten. Nur Billardtische, Flipperkasten und ganz besonders schreckhafte Balljungen haben aber Angst vor solchen Treffern, weshalb das Salzhaus nicht etwa aufsteckte sondern aufstockte. In der Folge dominierte der Firmenligist seinen Gegner. Cyrill legte schliesslich mit der Hake für Gegi auf, der nicht lange fackelte und den höchstverdienten Ausgleich besorgte. Die Gastgeber erschraken sichtlich, das Gezeter erreichte seinen Höhepunkt.

Auch nach der Pause konnte der SFC in der engen Partie mitspielen. Viel Laufarbeit und enge Zweikämpfe sorgten für eine ziemlich ansprechende Partie zweier Teams die eigentlich gerade in der Saisonpause stecken. Schlussendlich setzte sich aber die Eingespieltheit der Ligamannschaft doch durch. Vier weitere Tore mussten die Nashörner noch einstecken bis zum Schlusspfiff, wobei die letzten beiden als Folge einer imposanten Schlussoffensive abgetan werden können. Das Gesamtscore von 5:1 gibt die Stärkeverhältnisse wohl nur bedingt wieder. Das faire Spiel und die erschöpften Leiber allenthalben zeugten aber von einer wirklich tollen Sache. Machen wir gerne wieder einmal.

Sieg am Grümpi in Elgg

Genau, nämlich in Spiel drei gegen die mit den blauen Schörts, nach einem Rückstand innert 13 Sekunden. Wobei der Goalie zu dem Zeitpunk  noch keine Schuhe auf den Händen trug und Gegi noch im Irrglauben weilte der Schlussmann täte mit einem der unsrigen parlieren. Goldkettchen gehören nicht auf den Platz, TVs sollte man immer leiser stellen können und Spareribs schmecken in zugeparkten Autos am besten. Soviel dazu. Sonst war nichts relevantes auszumachen.

Kalchrain nimmt Mass

Nashorn vor dem Gebäude des MZ Kalchrain

Ein Rhino auf Abwegen

Die freundschaftliche Begegnung mit den Jungs vom Massnahmenzentrum Kalchrain war für viele der Beteiligten eine ganz besondere Partie. An schönster Lage oberhalb Frauenfelds befindet sich der Platz, den der Gastgeber netterweise zur Verfügung stellte. Die Institution hat die Resozialisierung und Wiedereingliederung Jugendlicher und junger Erwachsener zum Auftrag. Es dürfte nicht immer ganz einfach sein für die Jungs Gegner für Matches zu finden. Der Salzhaus F.C. freut sich daher umso mehr, dass es nach zwei Verschiebungen nun doch noch geklappt hat mit der Begegnung. Wobei sich schnell zeigen sollte, dass ein „Gegner“ zu sein nicht wirklich gewährleistet ist, bloss weil man auf dem Rasen steht.

Nie zuvor in der Geschichte des ruhmreichen SFC war das Team auf der anderen Seite mit so viel Talent gesegnet. Fakt. Die individuelle Klasse in den Reihen des Gastgebers war unübersehbar und der Wille an diesem Tag etwas zu erreichen wehte den Nashörnern unmittelbar nach dem Anpfiff um die Ohren. Da kam Druckvoller, kreativer Fussball. Die Stärke der Winterthurer lag in der Eingespieltheit und wohl auch einer gewissen Abgeklärtheit. Zumindest hätte das so sein sollen. in den ersten 30 Minuten spürte man aber kaum was davon. Lauffaul und träge, vielleicht gar etwas verunsichert agierte man auf praktisch allen Positionen. Sollte der Kurztrip in den Thurgau etwa in einem Desaster enden? Nicht einmal die ersten, satt abgegebenen Schüsse auf Ersatzmann Laby vermochten den schlafenden Unpaarhufer wachzurütteln. Scheinbar emotionslos nahm man dann den ersten Treffer hin. Ungleich freudiger wurde dieser natürlich von der Gegenseite gefeiert.

Man versuchte krampfhaft ins Spiel zu kommen, erst in der zweiten Hälfte und mit nun bereits zwei Zählern im Rückstand gelang das auch. Nach der Umstellung auf kurze Pässe und einer Rochade im Mittelfeld gab es endlich etwas Ruhe im Spiel des Salzhauses. Zum zweiten Mal nach der Partie gegen Flaach war man dazu auserkoren worden mehr fürs Spiel zu machen und die langen Bälle in die Spitzen bleiben zu lassen. Eine ungewohnte Situation, vor allem wenn die andere Mannschaft derart geschickt mit abgefangenen Pässen umzugehen weiss. Zwischenzeitlich erfolgte dieses Abfangen auch etwas ruppig, doch der Schiedsrichter und die Mitspieler beider Seiten waren stets um eine faire und ruhige Atmosphäre bemüht.

Mit einem Schuss aus der Distanz gelang es VonFö schliesslich den Bann zu brechen, er sorgte mit einem klassischen Briefkasten-Tor für den Anschluss. Der Torwart sollte sich dafür noch Stunden später ausgiebig in alle Richtungen entschuldigen. Trotz eines enormen Drucks hielt nun aber die Salzhaus Defensive. Insbesondere der Kastenwart ist zu erwähnen, soviele 1:1 Situationen hat wohl noch kein Eishockey-Torhüter je vereitelt. Klar, seine Abschläge förderten im Gegenzug zeitweise das Mann-gegen-Mann-Training auch ein wenig. Individuelle Fehler scheinen dieser Tage aber das neue Schwarz zu sein.

Marko nahm dann einen geschickten Pass in die Tiefe von Raphi mit und umdribbelte mit dem Kunstleder den geschlagenen Keeper. Er netzte zum 2:2 Ausgleich ein. Ein Unentschieden, dass, ohne Vereinsbrille, in jedem Fall als Sieg gewertet werden muss. Die Effizienz, dein Freund und Helfer. Mit der eigenen Performance kann man aber für einmal wirklich nicht so ganz glücklich sein. Da geht mehr und wir würden uns sehr über eine Wiederholung des geglückten Events freuen. Nur schon die Faustbrote und das Gesellige nach Spielschluss wären die Strapazen erneut Wert. Aber die Tatsache, dass man es versiffte ein gemeinsames Gruppenfoto zu schiessen ist definitiv der Hauptgrund.

(Falls weitere Teams Interesse an einem Kräftemessen haben sollten können wir das bestimmt vermitteln.)

einige Petziliter Spass

 

Salzhaus F.C. am Petzicup Gruppenfoto

Salzhaus F.C. am Petzicup, Spielermaterial

Salzhaus F.C. am Petzicup ist traditionsreich wie sonst auch jedes Turnier der ruhmreichen Glorreichen ab zwei Teilnahmen. Ob Schaffhausen oder Yver-de-fonds, man muss dabei sein. Frühe Zugfahrten zu Wucherpreisen, mit oder ohne gültigem Ticket, gehören dabei ganz klar zu den Highlights. Für den Schlussspurt reicht es dem Migros-Sack zu folgen, diesmal führte er direkt ins Stade Municipal, wo auch das national ausstrahlende Yverdon Sports seine Heimspiele austrägt. Das ist der Unterschied zwischen Russland und der Deutschschweiz, die Topklubs geben Platz 1 ohne Murren ab sobald lässige Teams darauf spielen wollen.

Aus dem Salzhaus F.C. wurde dann schnell einmal die besser zu vermarktende „9“ – Namen statt Nummern vereinfachen die Turnierorganisation merklich. Nach einer mässig erfolgreichen Partie gegen 13 (man verlor 1:2 wobei diese Zahlen nun für die Anzahl erzielter Tore steht und Cyrill mit dem Schlusspfiff den Ehrentreffer von der Mittellinie aus in bester Briefträger-Manier einsteckte) siegte das Nashorn in der folgenden Partie klar mit 13:2 oder so. Julia als mehrfache Doppeltorschützin wird seither und bis dato auf Händen getragen. Da es nicht nur die Winterthurer Teams Gaswerk 1-5 (aka 7, 3, 9, 11 und 41) merkrüdig fanden, dass man in einer vierer Gruppe nur zwei Spiele bestreitet änderte sich schwupps der Modus und es gab zur Freude aller ein Spiel 3 (wiederrum kein Team sondern eine rein aufzählende Zahl).

Im Viertelfinal spielte man auf Platz 2 dann gegen Team 2, das in seiner Gruppe 2 2. geworden war. Schiedsrichter war ein Spieler von Team 11. Team 9 gewann die Partie ziemlich überzeugend mit 3:1 und durfte somit statt ins nahegelegene Strandbad zum Halbfinal antreten. Eine Bande Kiffer aus Aarau bedeutete hier Endstation für den SFC. Der grösste Mensch der Welt umkurvte mit einem Schritt die ganze Hintermannschaft einmal zu oft.

Danach wurde Gruppenfotografiert, Gruppengebadet, Gruppenfondueiert und Gruppenheimgereist. Es war sehr schön, wir machen das vielleicht wieder.

Rhino und Poli

Fanutensil Salzuahs F.C.

Doppelhalter halten doppelt

Als der Mannschaftsbus in den Strauchrabatten vor dem Axa-Tempel in Wallrüti zu stehen kam, hatte die örtliche Polizei das Gelände bereits besetzt. Fehlendes Einlaufen ist bekanntlich kein Problem, Nashörner laufen selbst bei diesem feuchten Wetter nicht ein, sie trampeln nieder. Gerade als Schiedsrichter Gjukaj zu Tisch bitten wollte, erklang das engelsgleiche Ächzen eines brandschatzenden Fanmarschs. Selbst ein zugezogenes Tor konnte diese wilde Horde nur kurz von den Sitzplätzen am Spielfeldrand fernhalten. Sowohl dieses Heer der Kasper als auch die beiden willigen Teams auf dem Platz hielten vorerst aber einen Moment inne. Demi, unsere Gedanken sind bei dir, deiner Familie und den dich liebenden Menschen, denen wir als Salzhaus F.C., Mitarbeiter und Freunde unser tiefst empfundenes Beileid aussprechen. Viel Kraft in dieser schweren Zeit!

Der Anpfiff erfolgte und die Nashörner schickten sich an drei weitere Punkte auf dem Weg zum nächsten Pokal zu erkämpfen. Vorerst schickte aber eigentlich nur der Tank und zwar seinen kurdischen türkischen Mitspieler in die Teilinvalidität. Eine satte Tomate am Oberschenkel führte zu einem ersten Wechsel nach nur 20 Sekunden, gute Bessung ins Frjaul Conte, mögen deine gerissenen Fasern schnell zu einer Einigung finden. Die so schon umgebaute(n) Elf mussten sich also bereits wieder neuorganisieren. Wie es schien ist geistige Flexibilität aber eher eine Stärke des Heimteams als des Revierklubs, die Startminuten gehörten eindeutig dem SFC. Die StaPo wurde in der eigenen Hälfte regelrecht eingeschnürt. Kaum ein Ball fand den Weg über die Mittellinie und wenn doch katapultierte ihn der Hühnen-Verbund um Hösli umgehend zurück. Der Freund und Helfer schien ratlos, einzig Standards, Dienst nach Vorschrift quasi, um auch diese Plattitüde noch bedient zu haben, sorgten für unmittelbare Gefahr vor dem Nashornkäfig.

Ein glänzendes Zuspiel aus der Aussenbahn sorgte dann nach 8 Minuten wenig überraschend für die 1:0 Führung. Von Selve bediente Von Selve worauf jener (Von Selve) derart auf das Leder eindrosch, dass es nicht einmal mehr dem Netz, geschweige denn dem gegnerischen Keeper eine faire Chance liess. Mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung bejubelte Nabuccos Gefangenenchor am Spielfeldrand die verdiente Führung aber frenetisch. Quasi im Gegenstoss fanden jetzt aber auch die Herren vom Dienst ihr Korn. Ein Apraller, in Folge eines Eckballs, fand den Fuss des Gesetzes an der Strafraumgrenze. Hotzenplotz verwandelte mit einer sehenswerten Direktabnahme in der 15. Huawei, Hyundai und Hawaii – aller guten Dinge sind drei dachte sich Cyrill und brachte Das Salzhaus noch vor Ablauf der ersten 20 Minuten wieder in Front. Um es ähnlich spannend zu machen wie die Reporter beim Schweizer Bildungsfernsehen und jeder Wiederholung den Reiz zu nehmen: Dabei blieb es dann auch. Der SFC drückte weiter, dominierte die erste Spielzeit klar, hatte aber auch Glück bei einem Sonntagsschuss ans eigene Gehäuse unmittelbar vor dem Pausentee.

Nach der Pause freilich wendete sich das Blatt. Mit der Kondition des erfahrenen Töffli-Jägers drückte nun die StaPo auf den Ausgleich. Tempo und Kurzpassspiel schienen erfolgversprechendere Wege zu Punkten zu sein für die Staatsgewalt. Mal um Mal brandeten die Angriffe aber am Wanst des Nashorns, grossartig gespielt vom neuformierten Duo Vogler/Specker. Dieser Speckvogel ersetzte den Bergvogel, trotz schmerzhaften Schlägen auf die Bullenklöten, äusserst gewissenhaft und liess kaum Schüsse zu. Gelang doch einmal ein Ball auf die schiefe Bahn war Janic zur Stelle und bereit, es war streckenweise wie Fussball was da gezeigt wurde.

Zum Schluss liess die Kraft an allen Ecken und Enden nach und das, alles in allem, verdiente 2:1 blieb bestehen. Der Salzhaus F.C. grüsst zur Hälfte der Spielzeit vom dritten Platz, das ist viel Besser als jetzt zum Beispiel Letzter zu sein. Als nächstes folgt am Samstag der Petzi-Cup in Yverdon und das Freiluft-Töggeliturnier an der Sommerbar.