Eine lose Spielbericht-Sammlung zwischendurch

Salzhaus F.C. Einlauf der Gladiatoren22. September – Tag des Nashorns wie jeder weiss. Mit einem Sieg über den Penalty-Fluch beschenkte sich der SFC gleich selbst zum Festtag.

Gespielt wurde mit und gegen den ewigen Rivalen Olympique Winterthur auch sonst noch, aber wen interessiert das schon nach so einem feierlichen Akt? Es war Marko (tja, wer nicht Facebookt wird auch nichts von den Geschichten die ihn besingen erfahren) der dem Elend der verschossenen, bösen Doppeleins ein Ende setzte. Nicht übermässig platziert, aber gerade so schön aufsetzend, dass es am Ende in den Maschen raschelte. Der Elfer übergab sich durch ein [ ] ziehen [ ] drücken [ ] halten innerhalb der für Goalies-Hände vorgesehenen Rechteckigkeit. Wir sind total happy mit diesem Erfolg und entsprechend übermüdet von den gebührenden Feierlichkeiten.

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Also gut, die andere Elende Geschichte nahm derweil ihre Fortsetzung: Wir können nicht mehr als zwei Töpfe pro Partie. Klar, das sind fast zwei mehr als im Schnitt der vergangenen Saison, dennoch reicht es nicht, nie und nimmer. Das 0:1 nach -13 Minuten durch Labys Schuhsohle konnte in der zweiten Halbzeit zwar egalisiert und scheissegalisiert werden, doch 10min vor Schluss ballerte irgend so ein Kopf einen wirklich fantastischen Ausgleich in unsere Maschen.

Wenns dick kommt sollte man sich hinsetzen, getreu dieses Mottos führte einer von vielen Freistössen in der 90. Minute gar noch für den Olympischen Siegtreffer. Wir denken die Punkteteilung nach dem wohl besten Saisonspiel wäre eine gute Sache gewesen, verstehen aber, wenn Fortuna die alte Viehtreiberin mal wieder grad lieber im Bolero tanzen war.

Wir peilen also unseren ersten Vollerfolg gegen Bambole an. Am Donnerstag in Wallrüti. Be there or.. be … halt nöd.

 

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SC Fenaco - Salzhaus F.C. IGP Arena Wil

Gestern Sonntag spülte der, derzeit mehr unsägliche als sagenhafte, Salzhaus F.C. freundschaftlich gegen Fenaco. Das traditionelle Kräftemessen mit der Landi fand für einmal nicht, umgeben von Pünten, auf dem 1,80 x 1,50 grossen Spielplatz Mattenbach statt, Nuri organisierte für den Showdown die Neue Arena zu Wil. Zur Feier der Kurzfristigkeit gab es einige Umstellungen im Team und eine 200% Steigerung der Frauenquote auf den Flügelpositioninnen. Auch erwähnenswert: Trainingsgast und NachwuchsstarTobias gab sein Debut. Herzlich willkommen intim im Team.

Das Spiel dauerte wegen einer verklemmten Sackuhr 2×60 Minuten, auf dem Plastik der Minarett-Stadt ist das eine verdammt lange Zeit. Sportlich war die Affiche ebenfalls eher zäh, irgendwie fand das Nashorn den Tritt trotz zweimaliger Führung nicht. Wiederholt Konnte Fenaco Kontern und die gesamte, frisch zusammengeschusterte Innenverteidigung samt Goalie überlüpflen. 4 Tore wären aber kein uneinholbares Manko gewesen, allein die vielen Chancen wollten sich einfach nicht auszahlen. So kam es dann zum ersten Sieg des SC fenaco gegen den SFC seit der Kreidezeit. Wir gratulieren, danken für die tolle Organisation und freuen uns auf eine Wiederholung. Steph dankt zudem für Zmittag und Znacht der nächsten 3 Wochen.

Hier gehts schon morgen Dienstag 16.9. um 19:30 Uhr in Wallrüti weiter. Der Gegner dann: FF und vermutlich wieder wir selber.

Gepunktet

gepunktetes Nashorn als Symbol

Salzhaus F.C. spielt unentschieden.

Nach langen und ausschweifenden Sitzungen, zahlreichen Task-Force-Tagungen und einem kleinen Rest Banane, haben wir uns dafür entschieden das Unentschieden gegen Flaach nicht schönzuschreiben. die Redaktion

Die Ausgangslage war verheissungsvoll, denn mit einem Sieg über Flaach würden die Nashörner den ersten Platz in der Tabelle erobern können. Steigbügelhalter für diesen Triumpf der Erlesenheit dürfte ausgerechnet der CDF werden. Diese Tatsache löste Gefühle aus, wie es sonst nur ein Knight Rider entspringender David Hasselhoff unplugged aber mit Boje vermögen würde. Seit der Gründung des Salzhaus F.C. hatte es noch nie einen Aufsteiger an der Tabellenspitze gegeben und erst recht keinen so schönen. im Vergleich zu den letzten Spielen hatte die Herde eine kleine feine Durchmischung erfahren: Die Frauenanteilin war fast genauso in die Höhe geschnellt wie die Anzahl der Männer mit Oberlippenbart.

Das letztplatzierte Flaach war der Aussenseiter dieser Begegnung. Mit dem Tabellenplatz hatte das aber nichts zu tun: 1. Sind gegen den Salzhaus F.C. alle Teams Aussenseiter und 2. Flaach auch. Überraschend heftig drückten die Grünen aber schon vom Anpfiff an gegen das graue Tor. Wollten die etwa zum ersten Mal in einem Ernstkampf gegen das Haus gewinnen? Zwar spielte sich der Startabschnitt grösstenteils in der Platzhälfte der Gäste ab. Diese schalteten aber schneller auf Angriff um als Sylvester Stallone bei Over The Top sein Käppi hätte drehen können. Ungeheuerlich wie der Mitleids-Aufsteiger (sorry, mir gehen langsam die netten Synonyme aus) Mal für Mal aus seinem Abwehrbollwerk heraus konterte. Diese Spielweise kostete Kraft und schuf Hornhaut an der Wadenmuskulatur. Die langen Bälle, sonst das Nashorn des Nashorns, versickerten laufend in der gegnerischen Platzhälfte. Natürlich: Der SFC war dominant unwiderstehlich und lecker anzusehen, doch so langsam wurde das frustrierend. Da fasste sich der Käpten nach einem Foul an der Strafraumgrenze ins gekrauste Haupthaar, schielte vorfreudig schnaubend aus tiefen Augenhöhlen (die Sommerbar-Einätze zehren langsam) über die Mauer und hebelte den neuen Spielball des Salzhaus F.C. zur Führung ins Netz. Der Jubel bei den eigenen Fans und bei den Freundinnen der gegnerischen Spieler kannte keine Grenzen mehr.

Es kam noch besser, als auch Raphi einem stehenden Ball aus über 20 Metern über die Strasse half. Der Flaacher Torhüter machte dabei einen etwas unglücklichen Eindruck, hatte er das Kunstleder doch vor dem Fallenlassen eigentlich schon in den Flossen gehabt. 2:0 und Zeit für den Gang an den Spielfeldrand. Die Führung zu diesem Zeitpunkt wohl mehr oder weniger verdient obwohl Röme für den CDF schon die Latte hatte wackeln lassen, Kopf hoch Alte, das wird schon noch!

Die zweite Hälfte verlief weniger prickelnd. Flaach wurde hungrig und griff, jetzt verstärkt durch Salzhaus-Barmaid Gregi, druckvoll an. Nach dem 73. Eckball für den Gegner stieg Kajo am Höchsten und nickte sehenswert zum Anschlusstreffer ein. Zetter und Mordio wurden gerufen, wollten aber nicht mitspielen. Nachdem ein gegnerischer Spieler Wand-Ab mit Cyrill gespielt hatte, wobei dieser eher unbeeindruckt stehen blieb, überraschte der Schiri mit einem Vorteils-Entscheid, Flaach reagierte am schnellsten und hämmerte den Ball unhaltbar direkt ins Lattenkreuz. Jetzt machte es nicht mehr so viel Spass mit dem Tschutten. Knochen und Stolz knirschten bei jedem Schritt, zum Schluss musste der SFC gar noch dankbar sein für diesen einen Punkt.

Der Punkt ist als 7. Aus vier Spielen aber rundum ein schöner Erfolg und bedeutet gleichzeitig auch die definitive Verhinderung des direkten Wiederabstiegs. Ein Punkt aus den letzten beiden (happigen) Spielen oder das Ausrutschen der Stapo reichen nun gar für das sichere Auslassen der Barrage. Ist doch auch lässig so ein Ligaerhalt? Oder öppen nöd? Häh?