es feuchtelt

Opfer der Firmenliga

R.S., Opfer

Das Teilen von Wasser wollte man eigentlich anderen Instanzen überlassen. Ganz offensichtlich beschäftigten sich diese aber mit allerlei anderweitigen Wundern und Zeichen. Was bei drückender Hitze in den Mattenbacher Pünten begann, endete in einer wahren Springflut. Viele der zahlreich erschienenen Supporter sahen sich genötigt nachträglich in den belaubten Tribünenbereich zu übersiedeln.

Doch von Anfang an: Nach Jahren der sportlichen Untätigkeit endete am vergangenen Montag (ähm ja, das war gestern) die erste Sommerpause in der glanzvollen Geschichte des glanzvollen Salzhaus F.C. Motiviert bis in die Gräten traf sich das Rudel zum zweiten Vergleich mit den Deportiven aus Flaach. Auf die Begegnung in der ersten Pokalrunde möchte ich hier zwar gerne noch einmal eingehen, werde ich aber nicht. Schwelgt gefälligst selber.

Der unerreichte Salzhaus F.C. gab dem Gegner immerhin 5 Sekunden Zeit sich zu ordnen nach dem Anpfiff. Als indirekter Freistoss ausgeführt, verlangte Georgs Spieleröffnung bereits alles vom Gäste-Keeper ab. Katzengleich rettete dieser mit letzter Kraft. Das Spiel war eröffnet. Bei sengender Abendsonne schenkten sich die beiden Teams nichts – höchstens ab und an den einen oder anderen erstaunten Blick nach des Schiris teils kreativen Inputs. Das Spiel lief eine gute Viertelstunde als ein direkt gespielter Konter für Turbulenzen im Strafraum der Gastgebers sorgte. Plötzlich nämlich musste die Jack’s Café-Leihgabe im Salzhausigen Tor während eines Direktduells als letzter Mann die Notbremse ziehen. Dem Schiedsgericht blieb keine andere Wahl als gemächlich zum Penaltypunkt zu sprinten. Mit Grazie und viel Selbstvertrauen verwandelte Kajo das frühe Geschenk souverän.

Die Szenerie verunsicherte den unbändigbaren SFC allerdings nur für kurze Zeit. Mit langen Bällen gelang es immer wieder die gegnerische Abwehr in Bedrängnis zu bringen. Georg und Marko wirbelten getragen von Pfö links und Käch rechts ganz schön. Die SloMo-Abwehr fand auch bald zu ihrer gewohnten Sicherheit zurück und schlussendlich formierte sich auch die Vodka-Achse einigermassen brauchbar. Die Bälle wurden präziser und die Läufe schneller. Ein kurzer Pass, ein langer Lauf über rechts und Wumms (ey, ich schwöre, genau so hat das geklungen) hämmerte Marko den Sack aus steilstem Winkel in die Maschen. Der ersehnte Ausgleich war Tatsache. Dann kam der Regen, die Blitze, Kobolde tanzten übers Feld und einige wenige Sanitär-Bedarfs-Händler hefteten sich unangenehm penetrant an die Fersen der Spieler. Unkompliziert und entschlussfreudig pfiff der eine Offizielle die Partie ab. Man einigte sich bei Tee und Kuchen darauf die Wasserschlacht an dieser Stelle zu beenden und zu wiederholen. Ist doch albern so zu spielen… Wir sehen uns also wieder, das ist schön.