Freundschaftlich abgeschossen

Baum mit grabendem NAshorn

Dussnang, Wurzelsepp allen Übels

Das Kräftemessen gegen den Thurgauer 5. Ligisten aus Dussnang war die erste Begegnung der Nashörner seit dem Kräfteraubzug gegen Seuzach. Entsprechend gut in Form waren einige der Winterthurer Fabelwesen. Die persönliche Anti-Fitness eines jeden Einzelnen war aber nicht der Grund für die knappe Niederkunft des Teambusses, vielmehr schien das Thurgauer Strassenbauamt etwas gegen Besuche der Fischinger Idylle zu haben, grossräumig sperrte es Zugangsweg um Zugangsweg. Immerhin waren alle Strassen schneefrei, man darf ja auch einmal etwas Positives erwähnen…

Die Gemeinde im Hinterthurgau, landläufig bekannt für seine süffigen Tannzapfen und abfrierende Füsse, kann getrost als der fussballerische Wurzelsepp des Salzhaus F.C. bezeichnet werden. Feilten sich hier doch nicht weniger als vier aktuelle Stammkräfte des SFC ihre Sporen von den Töggelischuhen. Wären die Trainings nicht plötzlich in Sport und körperliche Anstrengung ausgeartet, wer weiss ob ein Transfer damals nicht noch hätte verhindert werden können. Item: Der SFC ist hier, er ist gross und schön und bereit für die Weltherrschaft. So! Der gemeinsamen Vergangenheit entsprechend gross war natürlich hüben wie drüben die Vorfreude und Motivation. Der Gastgeber bot gar einen veritablen Altstar auf für dieses Benefizspiel zugunsten nordkasachischer Plasitktüten-Allergiker. Dass es keine Geschenke geben würde war schon vor dem Anpfiff klar: Während der SFC in gewohnt konzentrierter Manier noch etwas im Gras herumlag, wurde auf der anderen Platzhälfte bereits mit Hütchen gespielt.

Das Spiel war intensiv. Dussnang wollte sich keine Blösse geben und das Salzhaus ist halt einfach elend gut. Eine spannende Partie begann, in der die Gastgeber vor allem seine beiden Spitzen direkt anzuspielen suchten. Die Räume wurden aber nach einer anfänglichen Eingewöhnungszeit rasch dicht gemacht vor dem Gemäuer von Neo-Torwart Vogler II, die Spielanteile verschoben sich. Dussnang presste zwar, bekundete im Gegenzug aber offensichtlich ebenfalls Mühe mit dem intensiven Atem des Nashorns im Nacken. Dennoch gelang nach einem Billard-Manöver via Pfosten und Abpraller die 1:0 Führung nach 20 Minuten. Nur Billardtische, Flipperkasten und ganz besonders schreckhafte Balljungen haben aber Angst vor solchen Treffern, weshalb das Salzhaus nicht etwa aufsteckte sondern aufstockte. In der Folge dominierte der Firmenligist seinen Gegner. Cyrill legte schliesslich mit der Hake für Gegi auf, der nicht lange fackelte und den höchstverdienten Ausgleich besorgte. Die Gastgeber erschraken sichtlich, das Gezeter erreichte seinen Höhepunkt.

Auch nach der Pause konnte der SFC in der engen Partie mitspielen. Viel Laufarbeit und enge Zweikämpfe sorgten für eine ziemlich ansprechende Partie zweier Teams die eigentlich gerade in der Saisonpause stecken. Schlussendlich setzte sich aber die Eingespieltheit der Ligamannschaft doch durch. Vier weitere Tore mussten die Nashörner noch einstecken bis zum Schlusspfiff, wobei die letzten beiden als Folge einer imposanten Schlussoffensive abgetan werden können. Das Gesamtscore von 5:1 gibt die Stärkeverhältnisse wohl nur bedingt wieder. Das faire Spiel und die erschöpften Leiber allenthalben zeugten aber von einer wirklich tollen Sache. Machen wir gerne wieder einmal.