Gepunktet

gepunktetes Nashorn als Symbol

Salzhaus F.C. spielt unentschieden.

Nach langen und ausschweifenden Sitzungen, zahlreichen Task-Force-Tagungen und einem kleinen Rest Banane, haben wir uns dafür entschieden das Unentschieden gegen Flaach nicht schönzuschreiben. die Redaktion

Die Ausgangslage war verheissungsvoll, denn mit einem Sieg über Flaach würden die Nashörner den ersten Platz in der Tabelle erobern können. Steigbügelhalter für diesen Triumpf der Erlesenheit dürfte ausgerechnet der CDF werden. Diese Tatsache löste Gefühle aus, wie es sonst nur ein Knight Rider entspringender David Hasselhoff unplugged aber mit Boje vermögen würde. Seit der Gründung des Salzhaus F.C. hatte es noch nie einen Aufsteiger an der Tabellenspitze gegeben und erst recht keinen so schönen. im Vergleich zu den letzten Spielen hatte die Herde eine kleine feine Durchmischung erfahren: Die Frauenanteilin war fast genauso in die Höhe geschnellt wie die Anzahl der Männer mit Oberlippenbart.

Das letztplatzierte Flaach war der Aussenseiter dieser Begegnung. Mit dem Tabellenplatz hatte das aber nichts zu tun: 1. Sind gegen den Salzhaus F.C. alle Teams Aussenseiter und 2. Flaach auch. Überraschend heftig drückten die Grünen aber schon vom Anpfiff an gegen das graue Tor. Wollten die etwa zum ersten Mal in einem Ernstkampf gegen das Haus gewinnen? Zwar spielte sich der Startabschnitt grösstenteils in der Platzhälfte der Gäste ab. Diese schalteten aber schneller auf Angriff um als Sylvester Stallone bei Over The Top sein Käppi hätte drehen können. Ungeheuerlich wie der Mitleids-Aufsteiger (sorry, mir gehen langsam die netten Synonyme aus) Mal für Mal aus seinem Abwehrbollwerk heraus konterte. Diese Spielweise kostete Kraft und schuf Hornhaut an der Wadenmuskulatur. Die langen Bälle, sonst das Nashorn des Nashorns, versickerten laufend in der gegnerischen Platzhälfte. Natürlich: Der SFC war dominant unwiderstehlich und lecker anzusehen, doch so langsam wurde das frustrierend. Da fasste sich der Käpten nach einem Foul an der Strafraumgrenze ins gekrauste Haupthaar, schielte vorfreudig schnaubend aus tiefen Augenhöhlen (die Sommerbar-Einätze zehren langsam) über die Mauer und hebelte den neuen Spielball des Salzhaus F.C. zur Führung ins Netz. Der Jubel bei den eigenen Fans und bei den Freundinnen der gegnerischen Spieler kannte keine Grenzen mehr.

Es kam noch besser, als auch Raphi einem stehenden Ball aus über 20 Metern über die Strasse half. Der Flaacher Torhüter machte dabei einen etwas unglücklichen Eindruck, hatte er das Kunstleder doch vor dem Fallenlassen eigentlich schon in den Flossen gehabt. 2:0 und Zeit für den Gang an den Spielfeldrand. Die Führung zu diesem Zeitpunkt wohl mehr oder weniger verdient obwohl Röme für den CDF schon die Latte hatte wackeln lassen, Kopf hoch Alte, das wird schon noch!

Die zweite Hälfte verlief weniger prickelnd. Flaach wurde hungrig und griff, jetzt verstärkt durch Salzhaus-Barmaid Gregi, druckvoll an. Nach dem 73. Eckball für den Gegner stieg Kajo am Höchsten und nickte sehenswert zum Anschlusstreffer ein. Zetter und Mordio wurden gerufen, wollten aber nicht mitspielen. Nachdem ein gegnerischer Spieler Wand-Ab mit Cyrill gespielt hatte, wobei dieser eher unbeeindruckt stehen blieb, überraschte der Schiri mit einem Vorteils-Entscheid, Flaach reagierte am schnellsten und hämmerte den Ball unhaltbar direkt ins Lattenkreuz. Jetzt machte es nicht mehr so viel Spass mit dem Tschutten. Knochen und Stolz knirschten bei jedem Schritt, zum Schluss musste der SFC gar noch dankbar sein für diesen einen Punkt.

Der Punkt ist als 7. Aus vier Spielen aber rundum ein schöner Erfolg und bedeutet gleichzeitig auch die definitive Verhinderung des direkten Wiederabstiegs. Ein Punkt aus den letzten beiden (happigen) Spielen oder das Ausrutschen der Stapo reichen nun gar für das sichere Auslassen der Barrage. Ist doch auch lässig so ein Ligaerhalt? Oder öppen nöd? Häh?

einige Petziliter Spass

 

Salzhaus F.C. am Petzicup Gruppenfoto

Salzhaus F.C. am Petzicup, Spielermaterial

Salzhaus F.C. am Petzicup ist traditionsreich wie sonst auch jedes Turnier der ruhmreichen Glorreichen ab zwei Teilnahmen. Ob Schaffhausen oder Yver-de-fonds, man muss dabei sein. Frühe Zugfahrten zu Wucherpreisen, mit oder ohne gültigem Ticket, gehören dabei ganz klar zu den Highlights. Für den Schlussspurt reicht es dem Migros-Sack zu folgen, diesmal führte er direkt ins Stade Municipal, wo auch das national ausstrahlende Yverdon Sports seine Heimspiele austrägt. Das ist der Unterschied zwischen Russland und der Deutschschweiz, die Topklubs geben Platz 1 ohne Murren ab sobald lässige Teams darauf spielen wollen.

Aus dem Salzhaus F.C. wurde dann schnell einmal die besser zu vermarktende „9“ – Namen statt Nummern vereinfachen die Turnierorganisation merklich. Nach einer mässig erfolgreichen Partie gegen 13 (man verlor 1:2 wobei diese Zahlen nun für die Anzahl erzielter Tore steht und Cyrill mit dem Schlusspfiff den Ehrentreffer von der Mittellinie aus in bester Briefträger-Manier einsteckte) siegte das Nashorn in der folgenden Partie klar mit 13:2 oder so. Julia als mehrfache Doppeltorschützin wird seither und bis dato auf Händen getragen. Da es nicht nur die Winterthurer Teams Gaswerk 1-5 (aka 7, 3, 9, 11 und 41) merkrüdig fanden, dass man in einer vierer Gruppe nur zwei Spiele bestreitet änderte sich schwupps der Modus und es gab zur Freude aller ein Spiel 3 (wiederrum kein Team sondern eine rein aufzählende Zahl).

Im Viertelfinal spielte man auf Platz 2 dann gegen Team 2, das in seiner Gruppe 2 2. geworden war. Schiedsrichter war ein Spieler von Team 11. Team 9 gewann die Partie ziemlich überzeugend mit 3:1 und durfte somit statt ins nahegelegene Strandbad zum Halbfinal antreten. Eine Bande Kiffer aus Aarau bedeutete hier Endstation für den SFC. Der grösste Mensch der Welt umkurvte mit einem Schritt die ganze Hintermannschaft einmal zu oft.

Danach wurde Gruppenfotografiert, Gruppengebadet, Gruppenfondueiert und Gruppenheimgereist. Es war sehr schön, wir machen das vielleicht wieder.

Rhino und Poli

Fanutensil Salzuahs F.C.

Doppelhalter halten doppelt

Als der Mannschaftsbus in den Strauchrabatten vor dem Axa-Tempel in Wallrüti zu stehen kam, hatte die örtliche Polizei das Gelände bereits besetzt. Fehlendes Einlaufen ist bekanntlich kein Problem, Nashörner laufen selbst bei diesem feuchten Wetter nicht ein, sie trampeln nieder. Gerade als Schiedsrichter Gjukaj zu Tisch bitten wollte, erklang das engelsgleiche Ächzen eines brandschatzenden Fanmarschs. Selbst ein zugezogenes Tor konnte diese wilde Horde nur kurz von den Sitzplätzen am Spielfeldrand fernhalten. Sowohl dieses Heer der Kasper als auch die beiden willigen Teams auf dem Platz hielten vorerst aber einen Moment inne. Demi, unsere Gedanken sind bei dir, deiner Familie und den dich liebenden Menschen, denen wir als Salzhaus F.C., Mitarbeiter und Freunde unser tiefst empfundenes Beileid aussprechen. Viel Kraft in dieser schweren Zeit!

Der Anpfiff erfolgte und die Nashörner schickten sich an drei weitere Punkte auf dem Weg zum nächsten Pokal zu erkämpfen. Vorerst schickte aber eigentlich nur der Tank und zwar seinen kurdischen türkischen Mitspieler in die Teilinvalidität. Eine satte Tomate am Oberschenkel führte zu einem ersten Wechsel nach nur 20 Sekunden, gute Bessung ins Frjaul Conte, mögen deine gerissenen Fasern schnell zu einer Einigung finden. Die so schon umgebaute(n) Elf mussten sich also bereits wieder neuorganisieren. Wie es schien ist geistige Flexibilität aber eher eine Stärke des Heimteams als des Revierklubs, die Startminuten gehörten eindeutig dem SFC. Die StaPo wurde in der eigenen Hälfte regelrecht eingeschnürt. Kaum ein Ball fand den Weg über die Mittellinie und wenn doch katapultierte ihn der Hühnen-Verbund um Hösli umgehend zurück. Der Freund und Helfer schien ratlos, einzig Standards, Dienst nach Vorschrift quasi, um auch diese Plattitüde noch bedient zu haben, sorgten für unmittelbare Gefahr vor dem Nashornkäfig.

Ein glänzendes Zuspiel aus der Aussenbahn sorgte dann nach 8 Minuten wenig überraschend für die 1:0 Führung. Von Selve bediente Von Selve worauf jener (Von Selve) derart auf das Leder eindrosch, dass es nicht einmal mehr dem Netz, geschweige denn dem gegnerischen Keeper eine faire Chance liess. Mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung bejubelte Nabuccos Gefangenenchor am Spielfeldrand die verdiente Führung aber frenetisch. Quasi im Gegenstoss fanden jetzt aber auch die Herren vom Dienst ihr Korn. Ein Apraller, in Folge eines Eckballs, fand den Fuss des Gesetzes an der Strafraumgrenze. Hotzenplotz verwandelte mit einer sehenswerten Direktabnahme in der 15. Huawei, Hyundai und Hawaii – aller guten Dinge sind drei dachte sich Cyrill und brachte Das Salzhaus noch vor Ablauf der ersten 20 Minuten wieder in Front. Um es ähnlich spannend zu machen wie die Reporter beim Schweizer Bildungsfernsehen und jeder Wiederholung den Reiz zu nehmen: Dabei blieb es dann auch. Der SFC drückte weiter, dominierte die erste Spielzeit klar, hatte aber auch Glück bei einem Sonntagsschuss ans eigene Gehäuse unmittelbar vor dem Pausentee.

Nach der Pause freilich wendete sich das Blatt. Mit der Kondition des erfahrenen Töffli-Jägers drückte nun die StaPo auf den Ausgleich. Tempo und Kurzpassspiel schienen erfolgversprechendere Wege zu Punkten zu sein für die Staatsgewalt. Mal um Mal brandeten die Angriffe aber am Wanst des Nashorns, grossartig gespielt vom neuformierten Duo Vogler/Specker. Dieser Speckvogel ersetzte den Bergvogel, trotz schmerzhaften Schlägen auf die Bullenklöten, äusserst gewissenhaft und liess kaum Schüsse zu. Gelang doch einmal ein Ball auf die schiefe Bahn war Janic zur Stelle und bereit, es war streckenweise wie Fussball was da gezeigt wurde.

Zum Schluss liess die Kraft an allen Ecken und Enden nach und das, alles in allem, verdiente 2:1 blieb bestehen. Der Salzhaus F.C. grüsst zur Hälfte der Spielzeit vom dritten Platz, das ist viel Besser als jetzt zum Beispiel Letzter zu sein. Als nächstes folgt am Samstag der Petzi-Cup in Yverdon und das Freiluft-Töggeliturnier an der Sommerbar.

Sardines will be thrown into the sea

Olympique Winterthur - Salzhaus F.C.

Ausserhalb des Pokals gelang es im vergangenen Jahr nur einem Team die Semi-Professionelle Mannschaft von Olympique Winterthur zu schlagen. Der Salzhaus F.C. rang das Team mit einem Plan B auf der Brust tapfer nieder, was nicht zuletzt der Auslöser für eine saisonale Euphorie-Welle gewesen sein dürfte. Der Sieg war epochal

wie Cordoba, Becker ’85 oder der zweite Platz von Henne-Nadia an den Zoo Olympics. Seither ist viel passiert. Wir hatten arabische und sibirische Frühlinge (ihr erinnert euch). Die verkehrte Marseillaise schien die Zwischenzeit und den Aufstieg ganz vorzüglich verarbeitet zu haben, es gab gegen den Ligen-Dominator aus Seuzach einen verdienten Punkt und auch die Herren Schmierler mussten Punkte lassen gegen den Aufsteiger. Natürlich: Ein Salzhaus F.C. ist nie Aussenseiter, trotzdem war einzelnen Spielern klar, dass es hier keinen Selbstläufer à la Invasion der Schweinebucht oder dergleichen geben würde.

Dem bis zu diesem Zeitpunkt in der Liga noch ungeschlagenen Salzhaus F.C. stand schon vor dem Anpfiff die erste Prüfung bevor: Es wollten nahezu doppelt so viele Spieler in die Aufstellung wie Shirts zur Verfügung stehen. Hätte man zu diesem Zeitpunkt schon gewusst, dass es sowieso Übersäcke geben wird für alle (Olympiques zweiter Trikot-Satz unterscheidet sich farblich nicht vom ersten und damit in der Dunkelheit kaum vom Nashorn-Grau), das Salzhaus wäre wohl zu zweihundertst aufmarschiert. Es ist fraglich, ob man nächste Saison nicht noch ein Team aufbauen will, einfach weil wirs können. Item (nicht zu verwechseln mit Stefan, der schreibt sich mit „n“) es wurde angepfiffen. Nach von Spannung, Toren und von toller Verteidigungsarbeit geprägten 90 Minuten wurde dann auch wieder abgepfiffen. Es gab Pfostenschüsse, Grätschen, ein Eigentor, einen Penalty, und leider stellenweise mehr Gemötzel als in der Leserbrief-Sektion der Annabelle nach einem fehlerhaft publizierten Strickmuster.

Hervorzuheben sind sicher die Eleganz und Grazie von Philipp(e) als Linienrichter, die sichtbaren Fortschritte von Pippo auf der Aussenbahn, der lange Atem des verlorenen Hösli, die Wichtigkeit von individuellen Fehlern für die Spannung eines Spiels, die Relevanz von Gelassenheit beim Verschulden von Gegentoren und die Fähigkeit der Salzhäusler sich jeden Spielstand schön zu schreiben und unangenehme Resultate stillschweigend in Berichten zu umschiffen ohne zu Lügen. (hier Luft holen) Eines der engagiertesten Spiele der jüngeren Vergangenheit endete somit deutlich und wie gewohnt mit einer geselligen Schlussdiskussion.
Am kommenden Montag geht’s gegen die Stapo zu Werke in Wallrüti. Die Freunde und Helfer vom Dienst sind gut in die Saison gestartet und freuen sich bestimmt über euren Besuch wenn 19:30 angepfiffen wird. Das Wetter ermöglicht euch sowas wie Prä-Sommerbar-Feeling.
Sommerbar Salzhaus Stimmungsbild

Rückendeckung

Salzhaus F.C. Nashorn mit WisentDie recht (mehr im Sinne von ziemlich, nicht politisch) radikale Splittergruppe UHC Salzhaus F.C. schlägt sich ausgezeichnet beim ersten Auftritt des Salzhaus F.C. an der Wisenttrophy.

Das sehr kurzfristig aufgebeinelte Team steht an seiner ersten Teilnahme an einem Unihockey-Turnier, nach fünf Spielen und nur einer Niederlage als Gruppensieger fest. Im Viertelfinale scheitert die Mannschaft dann jedoch an einem zu guten Gegner, sowas kann vorkommen, grad wenn man eigentlich ja auch noch andere Pläne gehabt hätte an einem so schönen Sonntagnachmittag…

Das Team um Ex-Pro Rico, der seinem Füsse ballenden Bruder auch in Sachen Niedlichkeit im SFC-Shirt in nichts nachsteht, überzeugt mit Querpässen, Briefkästen und unglaublichem Eifer am Ball. Gastspieler Sven deckt alle von hinten ab und sorgt damit für die notwendige Stabilität bis die Automatismen stimmen. Nach der ersten Niederlage wird er entlassen.

Grund für das Aus war wohl die Gruppensieg-bedingte Spielpause und natürlich auch der verfrühte Abgang des Stammtorhüters. Ohne eigentlichen Goalie gabs zwar einen Shutout aber auch sonst lustige Bilder. Fakt: Wer das erste Spiel verpennt, trotzdem den mutmasslichen Turniersieger schlägt und mit freudigem Herzen immer nur besser wird, bis es schliesslich auch aussieht wie Unihockey, kann in jeder Sportart schön sein. Es folgen auf Vorstandsentscheid bis 2014: Dressurreiten, Doppelrodeln, Powerplate und Intim-Synchronspringen. Siege werden graviert.

Draussen ists auch schön

Spielszene Salzhaus F.C. - FF WinterthurEs machte den Anschein als hätten sie in Wallrüti übers Wochenende die Schafe noch kurz rausgelassen. War am Freitag zum Schlager zwischen Olympique und Seuzach das Gras noch saftig knietief, offenbarte sich den wackeren Jünglingen am Montagabend ein zwar tiefes, aber wohlgepflegtes Stück bester Gärtnerskunst. Wie bei den Grossen ergoss sich eine halbe Stunde vor Anpfiff auch mal eben noch der Jordan (Fluss nicht Michael) über die ganze Anlage, ideale Bedingungen also für ein Cupspiel.

Der Salzhaus F.C. trat erstmals als Oberklassiges Team an. Nach dem zweimaligen Erfolg über FF in der vergangenen Saison durfte man zuversichtlich sein diese erste Runde zu meistern. Die Gäste machten aber sofort durch Balltreten klar, dass sie es nicht läss finden als Freiwild betrachtet zu werden. Umgehend bedrängten Sie Tor und Gegner. Dank der Übersicht und Routine des innenverteidigenden Kollektivs konnte diese erste Welle aber relativ problemlos gebrochen werden. Es gelang dem Mittelfeld einen gepflegteren Aufbau einzuleiten und die Bälle, durch geschicktes dagegentreten mit den Füssen, zu lenken. Erstmals konnten sich die Göttlichen zählbare Spielanteile sichern und auch die Offensive ins Spiel mit einbeziehen. Trotzdem war für den Führungstreffer ein Konter von Nöten: Ein abgefangener Angriff, ein steiles (höhöhö, Steil) Zuspiel in die Spitze und ein spitze Fönsel sorgten für Freudentaumel auf einer Ersatzbank die dichter bevölkert war als Jacksons (Michael nicht die Stadt) Kinderhort an einem sonnigen Tag. Die ausgelebte Freude zeigte wie gross der Druck auf dem Spielermaterial gelastet hatte. Einzelne Exponenten bedankten sich medienwirksam bei ihren Agenten, Eltern und Gespielinnen.

Dann folgte der Verhängnisvolle Wechsel. FF Winterthur brachte sowas wie den Eierlikör schlürfenden Wollpullunder ins Spiel und beraubte den SFC damit praktisch der Luft zum Atmen. Die Nummer 10 erschwerte Lätschs Buben merklich den Aufbau und stärkte im Gegenzug das eigene Mittelfeld dramatisch. Klingt vielleicht ungewohnt theatralisch, liebe Leser zuhause an den Radios, doch ich schwöre, genau so verhielt es sich. Trotzdem, die Verteidigung sass und es gelangten auch weiterhin Konterbälle aufs gegnerische Tor, kleine aber feine. Umso tragischer daher, als der SFC plötzlich selberausgekontert wurde. Ein weiter Ball erschreckte Ersatztorhüter Laby so sehr, dass er voll mit der Tiefeneinschätzung zusammenprallte. Durch ein so entstandenes Loch im Raum-Zeit-Kontinuum sprang plötzlich dieses Einhorn mit der Nummer 10 und Feen-Staubte den Ball zum Ausgleich ins Salzgehäuse. 1:1, ein Tor aus dem FF so zu sagen. Direkt im Anschluss pfiff der solide Schiri Sahnoun zur Pause. Ein etwas flinkerer Uhrenhersteller und der SFC hätte die Führung mitgenommen.

Teil Zwei ist schnell erzählt: FF Winterthur drückte, der Salzhaus F.C. liess es mit sich machen und beschränkte sich auf fiese Gegenstösse. Das Spiel gehörte mehrheitlich den Gästen, die aber Mal um Mal an der geschlossen verteidigenden SFC-Mannschaft scheiterte. Vom Goalie bis zum Flügel, alle stoppten Sie die Bälle als es darauf ankam. Allein gegen vorne ging nicht viel. Die Härte nahm etwas zu, in der Folge musste sich René 10 min aufs Bänkli setzen wegen Reklamierens, immerhin konnte er sich so die wundgetrampelten Füsse etwas kühlen. Die Unterzahl (tami, ist das wirklich neu so?) währte allerdings nicht lange, bereits bei der nächsten Aktion riss FF Innenverteidiger Fitze Marko mit der Agilität einer Panzerhaubitze, als vermeintlich hinterster Mann, von den Füssen. Es gab aber auch hier nur Gelb und eine kleine Disziplinarstrafe. Keines der Teams konnte Nutzen aus der Situation schlagen, keines der Teams traf mehr, es ging ins Penaltyschiessen.

Die Details dieser Schur erspart sich der Chronist. Man vergab auch hier eine Führung und der Vorstand auferlegt sich ab sofort ein absolutes Penalty-Verbot. Sonst wars ein schöner Tag. Wir gratulieren FF zum Erreichen der nächsten Runde und stossen das nächste Mal dann auf unseren Sieg an.

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Salzhaus F.C. Fankurve

Salzhaus F.C. Fankurve

Vorbereitungsspiele gegen das Firmenteam von Fenaco gehören schon fast zu den traditionelleren Dingen der noch jungen Geschichte des ruhmreichen Salzhaus F.C. Anno 2012 fand nämlich das zweiteste Spiel des SFC aller Zeiten gegen die Landi-Gang statt. Ein torgeschwängertes Lustspiel das mit einem 7:5 für die Gehörnten und einer kleinen Fotosession endete. Nuri trat mit der Fenaco-Ausgabe 2013 aber mit einem komplett umgestellten Menschschaft an, auch sollen die Lieblingsgegner aus Flaach in ihrer Begegnung nur mit Müh und Not noch den zehnten Gegentreffer verhindert haben. Ausgangslage: Offen wie Tiger Woods Hosenstall.

Der Reitplatz schimmerte in seinen grünsten Farben als Herbert die Party um 15:18 anpfiff. Für die meisten war es das dritte Spiel auf der noch etwas ungewohnten Unterlage „Rasen“, kein Wunder also erwischte Fenaco den besseren Start. Aus dem landwirtschaftlichen Umfeld stammend wurde der Gegner viel schneller eins mit Erde und Bewuchs. Rasche Angriffe waren die Folge und es dauerte nicht lange bis ein Konter die Führung einbrachte. Die neu formierte Innenverteidigung des SFC war dabei genauso unschuldig und chancenlos wie Ersatztorhüter Laby. Start verloren, nicht aber die Party/ie. Nashörner verlieren bekanntlich nicht, sie trampeln nieder. Folglich erwachte nun auch der Gastgeber und erhöhte das Tempo, sofort kippten Ballbesitz und Spielanteile. Erste Grosschancen wurden generiert und ehe man sich versah klatschten Bälle an die verschiedenen Torumrandungen. Der etwas unsicher wirkende Gästekeeper bewies gleich zweimal sein gutes Auge als er sich reaktionslos auf Pfosten und Latte verliess. Scheinbar mühelos und schön wie ein Stück Knäckebrot in der Wüste drückte das graue Ballet aber unbeirrt weiter auf den Ausgleich. Die Südamerikanische Ballerina El Speckerinho war es schliesslich, die den Ball mit Druck unter der Parade des Fenaco-Schlussmanns hindurch presste. 1:1 das Spiel konnte neu beginnen. Vorerst endete nun aber einmal die erste Hälfte.

Teil Zwei der Begegnung wurde mit einer leicht modifizierten Aufstellung angegangen. Diesbezüglich ist der unbefleckte Salzhaus F.C. bekanntlich wie ein Freudenhaus und jeder der will darf mal ran. Willig waren sie alle, allein der Abschluss sollte den wackeren Recken verwehrt bleiben. Wieder gehörte der Start dem Gegner. Nach mehreren erfolglosen Versuchen gelang es in der 50. Minute endlich den ersehnten Penalty im Strafraum zu schinden. Mit dem klassischen Panenka verseckelte der angelaufene Spezialist Salzhaus‘ letzten Mann und brachte Fenaco erneut in Führung. Nur dank ausgeklügelten mentalen Fit-Spritzen von der Bank konnten sich die Salzigen noch des Lebens freuen.

Wie schon in der ersten Hälfte konnte man auch jetzt mit einer Eindrücklichen Reaktion rechnen. Und diese Kam wie die Feuerwehr Elgg in einer lauen Sommernacht: Pausenlos und ohne zu wissen wer eigentlich der Auslöser war. Ein Treffer blieb aber dennoch lange verweigert, wieder klatschte der Sack an das Holz. Mehrere Einzelaktionen scheiterten an der Erdkrümmung, den unbedarft platzierten Köpfen eigener Mitspieler oder der selbstlosen Haltung nach einem schönen Lauf nicht auch noch den Treffer erzielen zu wollen. Marko hatte dann aber doch irgendwann genug und erzielte unter Beobachtung strahlender Kinderaugen den vielbesungenen, höchst verdienten Ausgleich. Es folgten weitere Highlights und Ballstafetten, doch die lebendige Fankurve verlangte mehr, immer mehr. So war es dann nichts als anständig, als Marko ein Einsehen hatte und seinen zweiten Treffer des Nachmittags erzielte. Winterthurs meister Doppeltorschütze der Welt, wir gratulieren! Da es im Fussball nur zwei Spielzeiten gibt fehlte nun die Möglichkeit für die Salzigen einen weiteren Anfang zu verpennen, folglich blieb es beim Spielstand von 3:2.

Herbert pfiff eine unterhaltsame, faire, ausgeglichene, von Höflichkeiten durchzogene Partie ab und alle gingen sie ihrer Wege. Wir freuen uns auf die Begegnung 2014 und wünschen dem Wiedereinsteiger in die Firmenliga eine gute, erfolgreiche Saison.

Rückblickend war das doch ganz nett.

Salzhaus F.C. Abschlussreisli Gruppenbild bei Tisch

Das Auslaufen ist genauso Bestandteil des Spiels wie z.B. die Kleiderstrasse.

Es ging eigentlich nie um den Erfolg. Ok, vielleicht ist es präziser oder auch ehrlicher zu sagen: Es ging eigentlich nie um den sportlichen Erfolg. Als aber klar wurde wie sexy Leistung wirkt, wollte dann auch niemand so sein und der Verein akzeptierte unter wohlwissendem Nicken Triumpf um Triumpf.

Wie bei der uns allen eigenen Schönheit gibt es aber auch beim Erfolg Abstufungen im Wirkungsgrad. Klar, es ist durchaus als angenehm zu bezeichnen wenn man als einziges Team den dauertrainierenden Aufsteiger schon im ersten Spiel zu schlagen vermag. Niemand ist wirklich böse, wenn Flaach den Cup schon in der ersten Runde verlässt und auch in der Folge eher Erfolglos anrennt gegen das Salzhaus und die seinen/ihren. Selbst ein Aufstieg gegen die Seemer Kickers, im ultimativ spannenden Saisonfinale, vermag gelegentliche Verzückung in den Mundwinkel zu sabbern.

Rein äusserlich sind es die Trikots die schön sind, nun dem ist ja auch so. Aber wirklich schön ist es doch, wenn jedes Spiel stattfinden kann weil das Volk neben Brot halt einfach auch in Spiele beissen will? Wenn mehrheitlich auch an spielfreien Spieleabenden jemand da ist, der einem durch kalte, unwirtliche Hallen geleitet, ist das doch so in etwa was der Pöbel verleben will, wenn er bei der Gründung von etwas ganz Grossem mitwirkt? Oder liege ich etwa falsch, wenn ich die Reise nach Jerusalem (im Breisgau) als etwas vom Schönsten bezeichne was die Deutsche Bahn und der Urknall jemals gemeinsam schufen? Es isch gwüss nöd Ziit zum Zwiefle!

Wie schon der Saisonstart begann auch die Reise ins gelobte Land: Unvermittelt früh und mit der Suche nach dem richtigen Platz. Statt Aufstieg zum Schluss gabs zwar Umstieg irgendwo mitten drin, doch auch dieser überforderte einige Exponenten nach Strich und Faden. Ich verzichte jetzt darauf Strassenbahn-Ausfälle mit vergessenen Kleidungsstücken und verspätete Nachtessen mit verspäteten Trikots gleichzusetzen, das würde der grundsätzlichen Zufriedenheit nicht gerecht werden. Was man aber durchaus wieder in Relation setzen darf, sind der erfolgreiche kulinarische und sportliche Auftakt oder die teilweise etwas orientierungslosen Streifzüge durch Stadt und Strafraum. Berührungsängste hatten weder in Spiel noch Bäckerei Platz und wenn niemand für Geld sänge müsste man auch keine Mitgliederbeiträge erheben.

Gewisse verletzungsbedingte Ausfälle während der Saison wurden im Schwabenland mit verfrühten Abgängen oder morgendlicher Übelkeit kompensiert. Ausserdem gab es sowohl im Spiel als auch in der Stadt der Liebe einigermassen überraschende personelle Neuzugänge. Schlussendlich aber gab es vor allem eines: Allenthalben Happy-Ends – und wenn es nur die Gewissheit ist, dass das nächste Tannzäpfle bestimmt bald angepfiffen worden sein wird.