Wenn einer eine Reise tut…

Salzhaus F.C. Trikots

Eine sehr enge Kiste war das. Doch das MannschaftsInnenbüssli und der tapfere Fahrer verrichteten ihren Dienst gelassen und ohne Murren. Die Reise ging nach Rheinau, der erste Roadtrip der Vereinsgeschichte quasi. Die Vorhut startete die schweren Maschinen und benutzte die Gelegenheit für eine Passfahrt durchs Weinland. Mit der Negativ-Rekordzahl von nur 12 SpielerInnen begab man sich quasi à la Minute zur Anlage der PUK.

Es lag eine gewisse Spannung in der Luft, die Resultate der Vergangenheit hatten aufhorchen lassen: Nicht weniger als ziemlich genau so ungefähr 18.5 Tore hatte Rheinau in den letzten 4 Spielen kassiert. Man hatte also berechtigte Hoffnungen auf einen Sieg. Gerade nach der letzten, in etwas so wie ein Gehirnchirurg für Bush notwendigen Niederlage gegen Steinacker, brannte man auf Wiedergutmachung. Die Kabinen waren in erträglicher Zeit gefunden und auch das Umziehen klappte bei den meisten TeammitgliederInnen ganz vorzüglich. Doch halt, was war das? Soooo schöne Kleider? Ganz genau, nach nur ¾ Jahr Vorlaufzeit durfte der schönste Salzhaus F.C. aller Zeiten auflaufen, ein SFC in Nashorn-Grau und mit allen Sponsoren der laufenden Saison auf Brust und Rücken. Was für ein erhebendes Gefühl der Erhabenheit. Alle Buben und das Mädchen wirkten von tief innen heraus fröhlich und bestrebt das Beste zugeben. Leider verhindern einzelne, individuelle geistige Umnachtungen die Präsentation von Bildern an dieser Stelle. Quelle Malheur, Simone, François und René nochmal…

Natürlich gab es vorab gewisse Einwände bezüglich der Resultathöhe. Da aus Sicht der Mannschaft mit dem besten Vereinsheim im Zentraleuropa immer der Spass im Vordergrund zu stehen hat, ist man stets bestrebt die Motivation auch bei den GegnerInnen hoch zu halten. Es sollte also nach einer allfällig sicheren Führung ein Gang zurück geschaltet werden. Leichter gesagt als getan, denn auch überheblich zu wirken war nie das Ziel und so gab es dann halt doch ein paar Treffer mehr. Die sympathischen GegnerInnen aus Rheinau liessen sich davon jedoch nicht demotivieren und blieben allzeit freundlich und scherzten auch nach dem Schlusspfiff mit den GästInnen. Es hat gefallen und beeindruckt, so soll das sein und 21 FreundInnen müsst ihr haben (und Timmy den/die HundIn).

Zurück (wobei zurück dem Bericht eher irgendwie schmeichelt beim erneuten Durchlesen A.d.Red) zum sportlichen: Der umjubelte Salzhaus F.C. siegte schlussendlich nach vereinbarten 75 Spielminuten mit 19:0. Viele taktische Wechsel waren erlaubt und möglich. Einige GestaltInnen kamen zu ihren ersten Saisontreffern und Janic bestimmte die ersten SpenderInnen für seine Liga Shutout-Runden. Neben der unglaublichen 0-Fehler-Einwurfquote von Steph(Ie) „Einwurf“ Laetsch ist zudem der gute Abseits zu erwähnen, dem Angriffstank gelangen sagenhafte zwei Treffer, wir zucken vor Geilheit. Last but not least: Pippo schoss seinen ersten Saison-Hattrick (der/die, a.d. engl. abgl. von „Hut-Trick“ (auch der/die) beschreibt das Erzielen und Boris-Becker-Befausten dreier Treffer ins (vorzugsweise) gegnerische Tor, ohne dabei von einem Halbzeitpfiff oder aber dem störenden Einnetzen eines Balles/einer Bällin durch eine(n) garstige(n) Mit- und oder GegenspielerIn unterbrochen worden zu sein, vgl. auch „SchwanzInnen-Vergleich“). Es gab weitere Torschuss-Debütanten (Tanten ist schon weiblich, oder?), doch lasst uns an dieser Stelle die stolz geschwollenen Brüste, wie gewohnt, eher erhaben und demütig neigen.

Keiner der Bälle segelte über die nahe Baustell-Umzäunung, was vom frenetischen Publikum fast so begeistert aufgenommen wurde wie die Verletzung des eigenen Abwehrturms nach 5 Spielminuten. Gänzlich vom SFC und seinen KomponentInnen unverschuldet versteht sich. Gute Besserung wünschen wir an dieser Stelle und danken noch einmal für das faire Spiel, die wirklich ausgezeichnete Bewirtung und gemütlich warme Duschen.

Am Freitag geht’s auf die Schützi zum Haldengut-Cup. Es dürfte dort wieder etwas ruppiger werden, doch höflich bleibt höflich und schön wird nur noch schöner.