Sardines will be thrown into the sea

Olympique Winterthur - Salzhaus F.C.

Ausserhalb des Pokals gelang es im vergangenen Jahr nur einem Team die Semi-Professionelle Mannschaft von Olympique Winterthur zu schlagen. Der Salzhaus F.C. rang das Team mit einem Plan B auf der Brust tapfer nieder, was nicht zuletzt der Auslöser für eine saisonale Euphorie-Welle gewesen sein dürfte. Der Sieg war epochal

wie Cordoba, Becker ’85 oder der zweite Platz von Henne-Nadia an den Zoo Olympics. Seither ist viel passiert. Wir hatten arabische und sibirische Frühlinge (ihr erinnert euch). Die verkehrte Marseillaise schien die Zwischenzeit und den Aufstieg ganz vorzüglich verarbeitet zu haben, es gab gegen den Ligen-Dominator aus Seuzach einen verdienten Punkt und auch die Herren Schmierler mussten Punkte lassen gegen den Aufsteiger. Natürlich: Ein Salzhaus F.C. ist nie Aussenseiter, trotzdem war einzelnen Spielern klar, dass es hier keinen Selbstläufer à la Invasion der Schweinebucht oder dergleichen geben würde.

Dem bis zu diesem Zeitpunkt in der Liga noch ungeschlagenen Salzhaus F.C. stand schon vor dem Anpfiff die erste Prüfung bevor: Es wollten nahezu doppelt so viele Spieler in die Aufstellung wie Shirts zur Verfügung stehen. Hätte man zu diesem Zeitpunkt schon gewusst, dass es sowieso Übersäcke geben wird für alle (Olympiques zweiter Trikot-Satz unterscheidet sich farblich nicht vom ersten und damit in der Dunkelheit kaum vom Nashorn-Grau), das Salzhaus wäre wohl zu zweihundertst aufmarschiert. Es ist fraglich, ob man nächste Saison nicht noch ein Team aufbauen will, einfach weil wirs können. Item (nicht zu verwechseln mit Stefan, der schreibt sich mit „n“) es wurde angepfiffen. Nach von Spannung, Toren und von toller Verteidigungsarbeit geprägten 90 Minuten wurde dann auch wieder abgepfiffen. Es gab Pfostenschüsse, Grätschen, ein Eigentor, einen Penalty, und leider stellenweise mehr Gemötzel als in der Leserbrief-Sektion der Annabelle nach einem fehlerhaft publizierten Strickmuster.

Hervorzuheben sind sicher die Eleganz und Grazie von Philipp(e) als Linienrichter, die sichtbaren Fortschritte von Pippo auf der Aussenbahn, der lange Atem des verlorenen Hösli, die Wichtigkeit von individuellen Fehlern für die Spannung eines Spiels, die Relevanz von Gelassenheit beim Verschulden von Gegentoren und die Fähigkeit der Salzhäusler sich jeden Spielstand schön zu schreiben und unangenehme Resultate stillschweigend in Berichten zu umschiffen ohne zu Lügen. (hier Luft holen) Eines der engagiertesten Spiele der jüngeren Vergangenheit endete somit deutlich und wie gewohnt mit einer geselligen Schlussdiskussion.
Am kommenden Montag geht’s gegen die Stapo zu Werke in Wallrüti. Die Freunde und Helfer vom Dienst sind gut in die Saison gestartet und freuen sich bestimmt über euren Besuch wenn 19:30 angepfiffen wird. Das Wetter ermöglicht euch sowas wie Prä-Sommerbar-Feeling.
Sommerbar Salzhaus Stimmungsbild