FC Dussnang – Wieso tun wir uns das an?

Schon einmal verschlug es den stolzen Salzhaus F.C. ins thurgauische Hinterland für ein Freundschaftsspiel gegen den FC Dussnang zwei. Damals gingen die Nashörner etwas unglücklich (wirklich wahr) gleich mit 1:5 ein, nachdem Gegi zwischenzeitlich noch der Ausgleich geglückt war. Das klare Verdickt war enttäuschend und gab aus unserer Sicht die wirklichen Stärkeverhältnisse nicht ganz wieder.

crasht test rhino Salzhaus FCNun, die 2014er Version des SFC wollte das Resultat der Realität anpassen. Vorab: Das gelang, und wie. Im fünften Vorbereitungsspiel stand die fünfte Verteidigungs-Variante auf dem Platz. Señor Rrraul Gencho de Rodlofo Freitag ist Fajita-Tag Consuela erbte den verwaisten Platz an der Seite von Philipp E. Diese aus der Not geborene Konstellation wurde durch die beiden Zangen Phippi auf links und den Käseladen-Erben rechts ergänzt. Zugegeben, eine kreative Lösung. Für weiteres Kopfzerbrechen sorgte das Fehlen der Kopfhoheit, der ordnenden Hand und Leos. Man durfte gespannt sein. Als äusserst Erfreulich dürfen die erfolgreiche Resozialisierung von Flo „Botstich“ Greuter im Gehäuse, sowie das Gastspiel der verschiedenen netten Gastspieler bezeichnet werden.

Nach einem Sicherheitspass hinten rum schnappte sich Dussnang das Leder leider und schoss sich schon einmal ein. Gespielt waren erst so wenige Minuten, dass noch kaum jemand vom Anpfiff erfahren hatte. Fehlstart. „Wo es für einen reicht es auch für zwei“ lehrt uns die Geschichte und tatsächlich buchte der FC Dussnang zwei gleich ein Doppelticket, bevor die ersten zehn Spielminuten vorbei waren stand es 0:2 und das Salzhaus mit dem Rücken zur Wand. Um nicht an die selbe gefahren zu werden hätte man nun wohl das Ruder herumreissen sollen, stattdessen gestatteten die Nashörner ein weiteres kleines Geschenk und frassen munter den dritten Gegentreffer. Jetzt wurde das doch tatsächlich zum Debakel. Klar, Dussnang ist ein Ligateam, eingespielt lauffreudig und kampferprobt. Aber hey, die wohnen hinter mehr als sieben Bergen und glauben noch das Schöfli sei der beste Ort einen Samstagabend verstreichen zu lassen?! Dieser Gedanken schoss dann wohl auch Gegi durch den Kopf als er den mit Heu gefüllten Saumagen per Bicicletta in die Maschen donnerte. Keine Chance für den Torwart, diese Hereingabe von [ ] Dave [ ] Marko [ ] Fabian [ ] Cyrill [ ] Roberto Carlos passte zu genau auf den Fuss des edlen Fassreiters.

Von der Brillanz dieses Treffers geblendet erwog der Einzelrichter alle vorgängigen Tore zu annullieren. Der Entscheid ist noch ausstehend, der SFC akzeptiert das Urteil aber zur Sicherheit schon einmal. Mit diesem 0:1 und einer versöhnlichen Abschlussleistung in den letzten 20 Minuten dieser ersten Halbzeit ging man in die Pause.

Nach der Pause gab es noch einen geilen Schlänzer von Dave, einen Lattenknaller von Fö und 2-3 Abseitsentscheide. Sonst haben wir keine Lust uns an etwas zu erinnern. Auf keinen Fall mussten sich die Gäste aufs Rausschwarten von Bällen, die Verteidigung der Würde und das Überleben beschränken. Undenkbar erscheint uns auch noch einmal drei Tore nach Pässen in die Tiefe kassiert und mit 6:1 in die Duschen geschickt worden zu sein. Nö.

Dort gab es dann ein freundschaftliches Pony und endlich heisses Wasser (Dussnang ist wie Brütten, einfach ohne Fluglärm). Herzlichen Dank liebe Dussnanger für eine tolle Begegnung, den rechtzeitigen Lehrblätz und das Versprechen uns sowas gerne auch einmal in Winterthur antun zu wollen. Würde uns freuen!

Freundschaftlich abgeschossen

Baum mit grabendem NAshorn

Dussnang, Wurzelsepp allen Übels

Das Kräftemessen gegen den Thurgauer 5. Ligisten aus Dussnang war die erste Begegnung der Nashörner seit dem Kräfteraubzug gegen Seuzach. Entsprechend gut in Form waren einige der Winterthurer Fabelwesen. Die persönliche Anti-Fitness eines jeden Einzelnen war aber nicht der Grund für die knappe Niederkunft des Teambusses, vielmehr schien das Thurgauer Strassenbauamt etwas gegen Besuche der Fischinger Idylle zu haben, grossräumig sperrte es Zugangsweg um Zugangsweg. Immerhin waren alle Strassen schneefrei, man darf ja auch einmal etwas Positives erwähnen…

Die Gemeinde im Hinterthurgau, landläufig bekannt für seine süffigen Tannzapfen und abfrierende Füsse, kann getrost als der fussballerische Wurzelsepp des Salzhaus F.C. bezeichnet werden. Feilten sich hier doch nicht weniger als vier aktuelle Stammkräfte des SFC ihre Sporen von den Töggelischuhen. Wären die Trainings nicht plötzlich in Sport und körperliche Anstrengung ausgeartet, wer weiss ob ein Transfer damals nicht noch hätte verhindert werden können. Item: Der SFC ist hier, er ist gross und schön und bereit für die Weltherrschaft. So! Der gemeinsamen Vergangenheit entsprechend gross war natürlich hüben wie drüben die Vorfreude und Motivation. Der Gastgeber bot gar einen veritablen Altstar auf für dieses Benefizspiel zugunsten nordkasachischer Plasitktüten-Allergiker. Dass es keine Geschenke geben würde war schon vor dem Anpfiff klar: Während der SFC in gewohnt konzentrierter Manier noch etwas im Gras herumlag, wurde auf der anderen Platzhälfte bereits mit Hütchen gespielt.

Das Spiel war intensiv. Dussnang wollte sich keine Blösse geben und das Salzhaus ist halt einfach elend gut. Eine spannende Partie begann, in der die Gastgeber vor allem seine beiden Spitzen direkt anzuspielen suchten. Die Räume wurden aber nach einer anfänglichen Eingewöhnungszeit rasch dicht gemacht vor dem Gemäuer von Neo-Torwart Vogler II, die Spielanteile verschoben sich. Dussnang presste zwar, bekundete im Gegenzug aber offensichtlich ebenfalls Mühe mit dem intensiven Atem des Nashorns im Nacken. Dennoch gelang nach einem Billard-Manöver via Pfosten und Abpraller die 1:0 Führung nach 20 Minuten. Nur Billardtische, Flipperkasten und ganz besonders schreckhafte Balljungen haben aber Angst vor solchen Treffern, weshalb das Salzhaus nicht etwa aufsteckte sondern aufstockte. In der Folge dominierte der Firmenligist seinen Gegner. Cyrill legte schliesslich mit der Hake für Gegi auf, der nicht lange fackelte und den höchstverdienten Ausgleich besorgte. Die Gastgeber erschraken sichtlich, das Gezeter erreichte seinen Höhepunkt.

Auch nach der Pause konnte der SFC in der engen Partie mitspielen. Viel Laufarbeit und enge Zweikämpfe sorgten für eine ziemlich ansprechende Partie zweier Teams die eigentlich gerade in der Saisonpause stecken. Schlussendlich setzte sich aber die Eingespieltheit der Ligamannschaft doch durch. Vier weitere Tore mussten die Nashörner noch einstecken bis zum Schlusspfiff, wobei die letzten beiden als Folge einer imposanten Schlussoffensive abgetan werden können. Das Gesamtscore von 5:1 gibt die Stärkeverhältnisse wohl nur bedingt wieder. Das faire Spiel und die erschöpften Leiber allenthalben zeugten aber von einer wirklich tollen Sache. Machen wir gerne wieder einmal.